Rayo vallecano: präsident presa entzündet den kampf gegen den fußballverband!

Ein Erdbeben erschüttert den spanischen Fußball: Raúl Martín Presa, Präsident des Rayo Vallecano, hat mit scharfer Kritik am Disziplinarausschuss des spanischen Fußballverbands (RFEF) reagiert. Anlass ist die umstrittene Sperre von sieben Spielen für Isi Palazón sowie die Aufrechterhaltung von Kartenverwarnungen für Ratiu und Ciss – eine Entscheidung, die Presa als „größte Ungerechtigkeit“ in der Geschichte des spanischen Fußballs bezeichnet.

Ein anschlag auf die fairness

Ein anschlag auf die fairness

„Was der Disziplinarausschuss getan hat, ist unerträglich und wir werden es nicht hinnehmen“, polterte Presa in einem Interview mit MARCA. Der Präsident kündigte an, sämtliche Rechtsmittel bei den Verbänden einzulegen und notfalls sogar den Gang vor Gericht in Erwägung zu ziehen. Die Entscheidung sei in einem ungünstigen Kontext zu sehen: Nur wenige Tage zuvor hatte die Mannschaft eine äußerst ungerechte Behandlung im Spiel gegen die Real Sociedad erlebt, geprägt von einer „Ansammlung von Fehlentscheidungen“, wie Presa es nannte.

Besonders brisant ist der Fall von Isi Palazón, den Presa als „Vorbildspieler“ bezeichnet. Dem Spieler würden zwei unterschiedliche Strafen für eine und dieselbe Aktion auferlegt, die sich kumulieren, was einer „doppelten Bestrafung für den gleichen Sachverhalt“ gleichkommt. Diese Vorgehensweise sei nicht nur inakzeptabel, sondern zeige auch, dass die Beweislage schlichtweg ignoriert worden sei.

Die Karten von Ratiu und Ciss sind der Präsident ebenfalls ein Dorn im Auge. „Es ist unverständlich, dass die Karte für Pathé Ciss aufrechterhalten wird, obwohl eindeutige Bilder vorliegen, die zeigen, dass der Spieler überhaupt keinen Kontakt zu Barrenetxea hatte – dieser simulierte die Aktion lediglich“, betonte Presa. Auch die Entscheidung bei Ratiu sei unbegreiflich, da selbst der scheidende Vorsitzende des Sportgerichtshofs (CTA), Fran Soto, öffentlich die Fehler eingestanden habe.

Martín Presa betonte, dass der Rayo Vallecano die Haltung von Isi Palazón nicht billige, aber eine übermäßige und ungerechtfertigte Strafe nicht tolerieren werde. Der Verein prüft derzeit rechtliche Schritte, um gegen die Entscheidung vorzugehen und die Interessen des Clubs zu verteidigen.

Die Situation ist umso bedauerlicher, da der Rayo Vallecano kurz vor einem historischen Ereignis steht: dem Halbfinalspiel der Conference League gegen Straßburg. „Heute ist ein trauriger Tag für den Rayo. Aber der Rayo verdient Respekt und Gerechtigkeit, und der Disziplinarausschuss ist in dieser Hinsicht sehr, sehr ungerecht gewesen“, schloss Presa mit einem Hauch von Bitterkeit.