Ravens ziehen notbremse – maxx crosby-deal platzt wegen knie-alarm
Die Ravens hatten ihn schon auf dem Zettel, die Zahlen und Erstrunden-Picks waren durchgerechnet – und dann kam der Medical um 23:42 Uhr Ortszeit. Baltimore stoppte den Blockbuster-Trade, zwei Erstrunden-Picks für Maxx Crosby sind Makulatur. Grund: Das linke Knie des Pass-Rushers wirft rote Flaggen, obwohl der 28-Jährige via Instagram erst „ready to bring a championship to Baltimore“ geschrieben hatte.
Crosbys meniskus-op kostet ihm fast 30 millionen dollar
Der Meniskus-Einriss, den sich Crosby Mitte Oktober zuzog, war kein Geheimnis. Er spielte weiter, beendete die Saison mit 10 Sacks und 73 Tackles, wurde dann aber auf die Injured Reserve gesetzt. Die Arthroskopie im Januar sollte eigentlich Routine sein. Doch die Bilder, die Baltimores Teamärzte am Dienstag sahen, offenbarten Knorpel-Abschilferungen und eine Instabilität, die eine Re-OP nicht ausschließt. Innerhalb von 24 Stunden schrumpfte sein Marktwert von zwei Erstrunden-Picks auf „day-to-day“.
Die Deadline hätte es nicht gegeben, denn das neue Liga-Jahr beginnt erst heute. Gesetzeslage: Memorandum of Understanding gilt erst nach Physikal. Baltimore zog sich rechtlich sauber zurück, Las Vegas bleibt auf Cap-Hit von 31,5 Millionen Dollar sitzen. GM Eric DeCosta kommentierte nicht, ließ aber durchblicken: „Wir wollen Champions, keine Fragezeichen.“

Patriots, cowboys, jaguars – wer wagt den nächsten zock?
Die Telefone in Henderson (Nevada) stehen nicht still. New England kann mit Cap-Space von 63 Millionen punkten, Dallas braucht einen Edge neben Micah Parsons und Jacksonville sucht nach dem Generational Talent, das Trevor Lawrence endlich Schutz bietet. Doch alle fordern eigene Medicals. Wer einen hohen Preis zahlt, setzt auf Kniescheiben, die vielleicht schon im Sommer wieder knacken.
Crosby bleibt professionell. Sein Agent Jerrold Colton twitterte: „Rehab ahead of schedule, on field for OTAs.“ Die Wahrscheinlichkeit, dass er Week 1 aufläuft, liegt laut athletischen Quellen bei 80 %. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Team wieder zwei Erstrunden-Picks bietet, eher bei 20 %. Die Moral von der Geschichte: In der NFL zählt nicht nur der 40-Yard-Dash, sondern auch der Knackpunkt im MRT. Wer nicht checkt, zahlt doppelt.
