Räuber scheitern an tesla – und klauen dann das auto des vaters
Ein bewaffneter Raubüberfall auf einen Pokémon-Kartenladen in Veglie, Provinz Lecce, endete am Abend des 4. März 2026 mit einer fast absurden Wendung: Die Täter konnten die gestohlene Tesla des Ladeninhabers nicht starten – und flüchteten kurzerhand mit dem Auto seines Vaters, der zufällig vorbeikam.
Zwei maskierte, eine pistole und 500 euro in bar
Gegen 21:00 Uhr stürmten zwei vermummte Männer das Geschäft, in dem sich der 26-jährige Inhaber zusammen mit einem Freund aufhielt. Einer der Täter war bewaffnet. Die beiden Opfer wurden gefesselt, bewegungsunfähig gemacht. Was dann folgte, war kein hastiger Griff in die Kasse: Die Räuber gingen methodisch vor. Sie nahmen 500 Euro in bar mit, konfiszierten die Mobiltelefone beider Anwesenden und packten zahlreiche Sammelkartenboxen ein – Objekte, die unter Sammlern teils beträchtliche Summen erzielen. Schließlich verlangten sie die Schlüssel der Tesla des Inhabers.
Bis hierhin lief der Plan. Danach nicht mehr.
Die technik spielte nicht mit
Draußen auf dem Parkplatz stiegen die Täter in die Tesla – und saßen fest. Das Fahrzeug ließ sich nicht starten. Ob es an fehlendem Pairing, einer aktiven Sicherheitssperre oder schlichter Unkenntnis mit dem Bedienkonzept moderner Elektrofahrzeuge lag, ermitteln derzeit die Carabinieri. Tatsache ist: Die Männer saßen in einem Auto, das sich weigerte, sie wegzubringen.
Genau in diesem Moment fuhr ein Volvo XC60 auf den Parkplatz. Am Steuer: der Vater des jungen Ladeninhabers. Er stieg aus – und stand plötzlich zwei bewaffneten Männern gegenüber. Unter Waffendrohung zwangen sie ihn, die Schlüssel seines SUV auszuhändigen. Dann verschwanden sie.

Refurtiva nella tesla – die beute blieb zurück
Was die Räuber in der Eile vergaßen: Ein Großteil der Beute lag noch auf den Sitzen der zurückgelassenen Tesla. Telefone, Kartenboxen – einfach liegen gelassen. Die Carabinieri sicherten das Fahrzeug und das Diebesgut. Verletzt wurde niemand.
Die Ermittler gehen davon aus, dass es sich nicht um einen Zufallsüberfall handelte. Ein Pokémon-Kartenladen in einer Kleinstadt in Apulien ist kein naheliegendes Ziel, wenn man nicht weiß, was darin lagert. Die Täter kannten offenbar den Wert der Sammlerstücke – und vermutlich auch die Gewohnheiten des Inhabers. Was sie nicht kannten: wie man eine Tesla fährt. Das wurde ihnen zum Verhängnis.
