Rassismus-schock bei kickers: frauendorf kämpft sich zurück

Ein Schlusspfiff, der eigentlich nichts entschied — und dann das. Melkamu Frauendorf, 22 Jahre alt, in Äthiopien geboren, einst unter Jürgen Kloppbeim FC Liverpool ausgebildet, wurde beim Gang in die Kabine nach dem Regionalliga-Duell zwischen Kickers Offenbach und den Stuttgarter Kickers (0:0) von der Tribüne aus rassistisch beleidigt. Was danach folgte, zeigt, wie tief dieser Moment ins Mark getroffen hat.

Wildersinn erfuhr es erst in der kabine

Wildersinn erfuhr es erst in der kabine

Trainer Marco Wildersinn stand zu diesem Zeitpunkt nicht dabei. Er erfuhr von dem Vorfall erst nach dem Abpfiff, als sein Team bereits in der Kabine war. Was er dort vorfand, beschreibt er so: Die Mannschaft war betroffen und sprachlos. Das Ergebnis des Spiels — das 0:0 nach einer emotional aufgeladenen Partie — spielte in diesem Moment keine Rolle mehr. Niemand redete über Taktik oder vergebene Chancen. Alle Gedanken galten Frauendorf.

Im Interview mit SWR Sport wählte Wildersinn klare Worte: Sein Spieler sei am Wochenende„extrem aufgewühlt