Rambaudi zerreißt lazio: „null ideen, null mut – das wird ein trauriges finale

Roberto Rambaudi hat genug. Der ehemalige Biancocelesti-Flügelflitzer sprach am Montagmorgen bei Radiosei und ließ keine Zeit, um die Lazio-Leistung beim 0:1 in Turin zu zerreißen. Sein Urteil: „Gestern lief alles schief – vom Auftreten über das Tempo bis zur Ideenlosigkeit. Den ersten Torschuss gab es viel zu spät.“

Damit trifft er den Nagel auf den Kopf. Die Statistik liefert die bittere Bestätigung: In den ersten 45 Minuten feuerte Lazio keinen einzigen Ball auf das Tor von Vanja Milinković-Savić – das war in dieser Saison bereits das achte Mal.

„Ich saß gelangweilt vor dem bildschirm“

Rambaudi, heute 59, erlebte als Spieler 1999 den letzten Lazio-Sieg in der Coppa Italia. Seine Geduld ist erschöpft: „Diese Serie A sollte Trainingslager für das Pokalsemifinale sein, stattdessen sehe ich eine Mannschaft, die nur noch reagiert.“ Die Angst vor Verletzungen vor dem Duell mit Atalanta am Mittwoch habe die Spieler gelähmt. „Das ist kein Strategie, das ist Selbstblockade.“

Und dann kommt der Satz, der in Rom Wellen schlagen wird: „Ich schaue nur meine Farben, und im Moment traue ich dieser Truppe nichts zu.“

Ratkov? „ein normalo, das sieht man in der promozione“

Ratkov? „ein normalo, das sieht man in der promozione“

Neuzugang Mario Ratkov bekam sein erstes Startelf-Debüt – und verschwand. „Er bekommt einen Ball, schießt mit links ein bisschen gut – das macht jeder in der fünften Liga“, wettert Rambaudi. „Der Junge steht in einer Mannschaft, die selbst nicht weiß, wohin mit dem Ball. Da kann keiner glänzen.“

Die Zahl, die alles sagt: In zwölf Pflichtspielen 2026 erzielte Lazio erst 17 Tore – das ist der schlechteste Wert seit 35 Jahren.

Atalanta-k.o. als hoffnung?

Selbst der Auswärtssieg der Nerazzurri in Sassuolo (1:2) nützt nur bedingt. „De Roon und Ederson laufen auf Reserve“, glaubt Rambaudi. „Aber wenn Lazio selbst keine Durchschlagskraft hat, nützt das wenig.“

Am Mittwoch geht’s um alles oder nichts im Olympico. Rambaudi schließt mit einem Seufzer: „Das Semifinale wird die Wahrheit über die nächsten zwei Monate zeigen. Momentan sieht es nach einem traurigen Finale für Lazio aus – und das schmeckt nach einer verpassten Saison.“