Raimund nagelt lahti-vier ein – drei meter fehlten zum nächsten podest

Lahti – 258 statt 261 Meter. So knapp rutschte Philipp Raimund am Samstag am zweiten Skiflug-Tag der Saison knapp am siebten Podestplatz vorbei. Der Olympiasieger aus Oberstdorf landete hinter Sieger Daniel Tschofenig auf dem vierten Rang und zeigte: Der erste Weltcupsieg am Freitag war kein Tagesschnaps, sondern die neue Normalität.

128,0 und 129,0 Meter sprang der 25-Jährige auf der Salpausselkä-Schanze, nach dem ersten Durchgang lag er schon auf Rang vier. Bundestrainer Stefan Horngacher nahm’s gelassen: „Philipp springt weiter auf sehr hohem Niveau, der zweite Durchgang war erstklassig. Da kann man zufrieden sein.“

Tschofenig fliegt, prevc folgt – der rest guckt zu

Tschofenig fliegt, prevc folgt – der rest guckt zu

Der Österreicher Daniel Tschofenig setzte sich mit 135,5 und 133 Metern vor Weltmeister Domen Prevc und Ryoyu Kobayashi durch – sein dritter Saisonsieg. Dahinter klafft für Deutschland wieder eine Luftnummer. Felix Hoffmann wurde 21. und sichert sich damit wohl den Start im Super-Team von Sonntag (15.00 Uhr), wenn jede Nation zwei Springer pro Mannschaft schicken darf. Pius Paschke rutschte als 29. gerade noch in den zweiten Durchgang, Andreas Wellinger (33.) und Karl Geiger (42.) flogen vorzeitig nach Hause. Luca Roth scheiterte schon in der Qualifikation als 51.

Die Botschaft ist klar: Raimund trägt derzeit die deutsche Fahne allein. Drei Meter – das ist in der Flugphase weniger als eine Sekunde Luft. Die nächste Chance, diese Lücke zu schließen, folgt am Sonntag. Dann will Raimund nicht nur vierter sein, sondern wieder ganz oben landen.