Rahm kämpft, hidalgo glänzt: dramatischer start beim us open!

Shinnecock Hills – Ein windgepeitschter erster Tag beim US Open ließ die Nerven blank liegen. Jon Rahm, der absolute Favorit, kam zwar gut ins Rollen, musste seine Ambitionen jedoch aufgrund der Dunkelheit unterbrechen. Doch es gibt auch strahlende Beispiele für deutsche Stärke: Ángel Hidalgo zeigte eine beeindruckende Leistung und positionierte sich unter den Top-Performern.

Ein kampf gegen wind und wetter

Die Bedingungen waren alles andere als ideal. Nebel verzögerte den Start um zwei Stunden, und als die Spieler endlich auf den Platz durften, erwartete sie ein heftiger Wind, der im Laufe des Tages noch an Intensität zunahm. Für viele Top-Spieler war es ein harter Kampf, die Kontrolle über den Ball zu behalten und Par-Runden zu spielen. Besonders bitter für David Puig (+7 nach 17 Löchern) und Rocco Repetto (81) war der Tag.

Doch es gab auch Lichtblicke. Jon Rahm, der in der gesamten Saison eine herausragende Form zeigt, spielte bis zur Unterbrechung eine solide Runde (-2 nach 13 Löchern). Sein präzises Spiel im Abschlagbereich und sein hervorragendes Short Game waren beeindruckend. Ein spektakulärer Putt aus 18 Metern im 17. Loch, der knapp nicht reinfiel, zeigt jedoch, dass selbst der Weltklassespieler nicht vor unglücklichen Momenten bewahrt bleibt. Er wird morgen früh die Runde beenden müssen.

Ángel Hidalgo hingegen präsentierte sich von seiner besten Seite. Nach einem Doppel-Bogey im ersten Loch ließ er sich nicht entmutigen, sondern zeigte ungezagten Kampfgeist und einen außergewöhnlichen Willen. Seine präzisen Annäherungs-Shots und seine konstanten Putts brachten ihm zahlreiche Birdies ein. „Es war eine unglaubliche Leistung“, kommentierte ein Beobachter. „Er hat bewiesen, dass er auch unter Druck seine Nerven behält.“

Stars zeigen form – und andere nicht

Stars zeigen form – und andere nicht

Neben Rahm und Hidalgo stachen auch andere Spieler heraus. Wyndham Clark, der Titelverteidiger, zeigte eine starke Leistung und hält sich im Rennen. Dustin Johnson, der einst dominierte und 2018 in Shinnecock bereits Dritter wurde, präsentierte sich in Topform und spielte eine beeindruckende Runde mit vier Birdies in Folge. Rory McIlroy (69), Ludvig Aberg (69), Brian Harman (69) und Tommy Fleetwood (70) komplettieren das Feld der führenden Spieler. Scottie Scheffler, aktuell Nummer 1 der Welt, blieb mit 72 Punkten hinter den Erwartungen zurück.

Die Herausforderungen des Kurses und die widrigen Wetterbedingungen machten diesen ersten Tag zu einem echten Test für die Nerven und das Können der Spieler. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation morgen entwickeln wird und wer sich am Ende als Sieger behaupten kann. Doch eines ist klar: Ángel Hidalgo hat mit seiner Leistung einen bleibenden Eindruck hinterlassen und bewiesen, dass er zu den deutschen Hoffnungsträgern bei diesem prestigeträchtigen Turnier gehört.