Ragnar ache: so lernte der kölner stürmer das fliegen – das geheimnis hinter seinem tor des jahres

Aches unglaubliches tor: instinkt oder training?

Ragnar Ache (27), der Stürmer des 1. FC Köln, hat mit einem spektakulären Fallrückzieher gegen Hoffenheim für Furore gesorgt. Der Treffer zum 1:0, der letztendlich zu einem 2:2-Unentschieden führte, begeistert ganz Deutschland. Doch wie ist ihm dieser Kunstschuss gelungen? Ache selbst gibt zu: „Mein Körper hat einfach reagiert. Erklären kann man das nicht.“

Die vorgeschichte: anfälligkeit und verletzungen

Die vorgeschichte: anfälligkeit und verletzungen

Ache hatte in seiner Karriere bei Frankfurt, Fürth und Kaiserslautern oft mit Verletzungen zu kämpfen. Insbesondere die Achillessehne und Muskelverletzungen waren seine Schwachstellen. Doch in dieser Saison scheint alles anders zu sein. „Ich fühle mich richtig gut und vor allem topfit“, erklärt Ache. Diese Wandlung ist das Ergebnis intensiver Arbeit und eines speziell auf ihn zugeschnittenen Trainingsprogramms.

Das geheimnis von „air ache“: fabian jöck und sports360

Das geheimnis von „air ache“: fabian jöck und sports360

Schon während seiner Zeit in Kaiserslautern begann Ache mit seinem persönlichen Athletik-Trainer Fabian Jöck an seiner Fitness zu arbeiten. Nach seinem Wechsel nach Köln für 4,5 Millionen Euro wurde dieses Programm noch intensiviert. Jöck ist der Performance-Boss des Kölner Trainings-Campus der Agentur Sports360, die Ache vertritt.

Intensives vorbereitungsprogramm: frühzeitiger trainingsbeginn

Intensives vorbereitungsprogramm: frühzeitiger trainingsbeginn

Ache kehrte vor der Saison früher aus dem Urlaub zurück und absolvierte neun Tage lang intensive Einheiten mit Jöck, bevor er offiziell ins Training des 1. FC Köln einstieg. Dieses Stabilisations- und Fitness-Training wird in enger Abstimmung mit dem Verein durchgeführt. Ache betont: „Ich habe ein kleines, aber wirklich gutes Team um mich herum, dem ich total vertraue.“

Verbesserte rumpfstabilität und körperbeherrschung

Verbesserte rumpfstabilität und körperbeherrschung

Ein zentraler Aspekt des Trainings ist die Verbesserung der Rumpfmuskulatur. Durch die Stärkung des gesamten Oberkörpers (Brust, Rücken, Hüfte) hat Ache mehr Stabilität und Widerstandsfähigkeit. Dies ermöglicht ihm leichteres Rotieren und eine bessere Körperbeherrschung in der Luft – sowohl beim Kopfball als auch beim Fallrückzieher. Die neue Körperkraft war entscheidend für den instinktiven Schuss.

Optimierter laufstil: mehr leichtigkeit und weniger verletzungen

Neben der Rumpfmuskulatur wurde auch am Laufstil von Ache gearbeitet. Er läuft nun mehr über den Vorderfuß, hat kürzeren Bodenkontakt und leidet dadurch weniger unter Muskelproblemen in den Beinen und Reizungen der Achillessehne. Dies trägt zu seiner Schmerzfreiheit und höheren Sprungkraft bei. Die verbesserte Oberkörperspannung sorgt für eine bessere Balance in der Luft.

Zusätzliche trainingseinheiten: grundlagen und ausdauer

Das Trainingsprogramm umfasst in der Regel drei Grundlagenläufe pro Woche sowie eine wöchentliche Einheit mit Jöck in der Halle. „Das tut mir einfach gut und zahlt sich aus“, sagt Ache. Diese zusätzlichen Einheiten, die in Absprache mit den Athletik- und Reha-Trainern des 1. FC Köln (Max Weuthen und Leif Frach) entwickelt wurden, sind entscheidend für seine Form.

Erfolge und perspektiven: ache hält den fc auf kurs

Ache hat in dieser Saison bereits sechs Pflichtspieltore erzielt und sechs weitere vorbereitet. Gemeinsam mit Saïd El Mala (acht Tore, vier Vorlagen) trägt er maßgeblich dazu bei, den 1. FC Köln im sicheren Hafen der Bundesliga zu halten. Der Verein hat als Zwölfter vier Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz 16.