Racing santander: historischer aufstieg in die primera división!
Nach einer qualvollen Odyssee kehrt der Racing Santander zurück in die spanische Fußballelite – ein Triumph, der fast schon den Status einer Sensation erreicht. 87 Jahre sind vergangen, seitdem ein Gründerverein wieder auf diesem Niveau spielte. Die Fans im Sardinero können es kaum fassen: Der Traum von der Primera División ist wahr!
Ein steiniger weg voller rückschläge
Die Geschichte des Racing Santander in den letzten Jahren liest sich wie ein Achterbahnfahrt. Nach dem Abstieg 2012 folgten bittere Jahre, geprägt von drei Absteigern in die Drittklassigkeit und dem Damoklesschwert der drohenden Insolvenz. Doch der Verein weigerte sich aufzugeben. In den Jahren 2021-2022 gelang die Rückkehr in die Segunda División, 2023-2024 verpasste man die Playoff-Spiele nur knapp, und in der Saison 2024-2025 scheiterte man knapp ebenfalls, nachdem man in der ersten Halbserie beeindruckende Rekorde aufgestellt hatte. Jetzt ist es endlich soweit: Der Aufstieg in die höchste Spielklasse ist perfekt!

Dominanz und nervenkitzel in der liga
Die Saison 2025-2026 war geprägt von einer beeindruckenden Dominanz. Racing führte die Liga Hypermotion über weite Strecken an, war satte 30 von 40 Spieltagen Tabellenführer und präsentierte sich als das ligaweit stärkste Offensivteam mit einem Torverhältnis von über zwei Toren pro Spiel. Doch es gab auch Momente der Ernüchterung, wie das kuriose Spiel gegen die abstiegsbedrohte Cultural Leonesa, die im Sardinero überraschend mit 4:2 gewinnen konnte. Auch das Real Zaragoza, ebenfalls in Abstiegsgefahr, schaffte es, beide Duelle gegen Racing für sich zu entscheiden. Das 0:4 gegen Albacete und die blamable 0:6-Niederlage gegen Andorra zeigen, dass es noch Verbesserungspotenzial gibt.
José Alberto, der Trainer, blieb ruhig: „Wir wissen immer wieder aufzustehen – und das werden wir auch jetzt wieder tun“, verkündete er nach der Niederlage gegen Albacete, kurz bevor das Spitzenspiel gegen Almería anstand. Und so geschah es: Racing demütigte die Andalusier mit einem 5:1-Sieg und ließ jeglichen Zweifel an der eigenen Stärke verschwinden.

Die stars des erfolgs
Dieser Racing-Kader ist mehr als nur eine Ansammlung talentierter Spieler. Jeremy Arévalo, der mit acht Toren glänzte, wechselte zwar in der Winterpause zur Bundesliga, doch die verbliebenen Spieler haben eine außergewöhnliche Chemie entwickelt. Besonders hervorzuheben sind Iñigo Vicente (mit der Nummer 10), Andrés Martín (Nummer 11) und Asier Villalibre (Nummer 12). Der „Zauberer von Derio“, Iñigo Vicente, brilliert nicht nur mit acht Toren, sondern vor allem mit 18 Vorlagen. Andrés Martín, der „Seviller Stürmer“, ist auf dem besten Weg, seine beeindruckende Torquote der Vorsaison zu wiederholen (23 Tore und 9 Assists). Und schließlich der „Bulle“ Villalibre, der trotz einer zweimonatigen Verletzungspause in weniger als 1.300 Minuten bereits 16 entscheidende Tore erzielte.

Ein verein, eine stadt, eine leidenschaft
Der Aufstieg ist nicht nur dem Trainerteam und den Spielern zu verdanken, sondern auch einer außergewöhnlichen Anhängerschaft. Das Sardinero-Stadion war regelmäßig ausverkauft – 17 von 22 Spielen wurden vor mehr als 20.000 Zuschauern bestritten, und selbst in den Auswärtsspielen in San Sebastián und Leganés reisten tausende Fans mit. Die tifos, die die Fans präsentierten, sorgten für eine einzigartige Atmosphäre und zeigten die unbändige Leidenschaft für den Verein. José Alberto, der Trainer, wurde verdientermaßen mit dem Premio Miguel Muñoz als bester Trainer der vergangenen Saison ausgezeichnet und führt Racing nun mit großer Wahrscheinlichkeit auch in dieser Saison zum Erfolg.
Die Stadt Santander ist aus dem Häuschen. Das Sardinero-Stadion ist viel zu klein geworden und schreit förmlich nach einer Erweiterung und einer umfassenden Renovierung. Der Aufstieg ist eine Befreiung, eine Wiedergutmachung für all die Jahre des Leidens. Racing Santander ist zurück – und das mit voller Wucht!
