Quintero triumphiert im desafío ruta 40 – loeb bleibt knapp in führung
Ein junger Amerikaner hat die Rallye-Szene überrascht: Seth Quintero hat den Desafío Ruta 40 2026 in Argentinien gewonnen und damit seinen ersten Sieg in der Königsklasse des W2RC errungen. Dabei ließ er etablierte Namen wie Carlos Sainz, Sébastien Loeb und Nasser Al-Attiyah hinter sich.
Die konstanz entscheidet das rennen
Quintero demonstrierte eine beeindruckende Konstanz über die gesamte Rallye hinweg. Ohne einen einzigen Etappensieg sicherte er sich den Gesamtsieg, wobei seine Top-Six-Platzierungen in jeder Etappe zeigten, dass er die Herausforderungen meisterte. Die Toyota-Mannschaft dominierte an vier von fünf Tagen, was die Leistungsfähigkeit der Marke unterstreicht.
Der Triumph von Quintero ist nicht nur ein Erfolg für ihn selbst, sondern auch für seinen Teamkollegen Henk Lategan, der die letzte Etappe für sich entscheiden konnte. Entscheidend war jedoch, dass Quintero seine direkten Rivalen im Titelkampf, Al-Attiyah und Loeb, übertraf. Der Kampf zwischen den beiden Franzosen ging an den Qatarer, doch Quintero konnte die knappe Führung im Gesamtklassement des W2RC behaupten.
Ein dramatische Wendung: Ein Reifenplatzer von Quintero in der 101. Kilometer-Marke gab Al-Attiyah kurzzeitig die Chance, die Führung zu übernehmen. Doch das Glück wendete sich, als der Qatarer selbst in der 253. Kilometer-Marke mit dem gleichen Problem zu kämpfen hatte und im Staub von Loeb feststeckte.
Die Ergebnisse im Überblick:
- 1. Seth Quintero / Andrew Short (Toyota)
- 2. Henk Lategan / Brett Cummings (Toyota) +1:55
- 3. Nasser Al-Attiyah / Fabien Lurquin (Dacia) +2:26
- 4. Sébastien Loeb / Edouard Boulanger (Dacia) +3:54
- 5. Saood Variawa / François Cazalet (Toyota) +32:04

Sainz’ lichtblick und sanders’ dominanz
Für das spanische Team gab es einen kleinen Lichtblick durch den Etappensieg von Carlos Sainz und Dani Oliveras. Die Mechanik bereitete ihm jedoch erneut Probleme, und sein Ford war nicht auf dem Niveau der Toyota und Dacia Fahrzeuge. Nani Roma erreichte als bester spanischer Pilot den neunten Platz.
In der Kategorie Motorräder sicherte sich Daniel Sanders (KTM) den Gesamtsieg. Der Dakar-Sieger von 2025 ließ seinen Verfolgern kaum eine Chance und gewann sogar die letzte Etappe. Tosha Schareina (Honda) und Ricky Brabec (Honda) komplettierten das Podium, während Luciano Benavides (KTM) als bester lokaler Pilot den vierten Platz belegte.
Die WM geht weiter: Das nächste Rennen des W2RC findet nach dem Sommer in Marrakesch statt, gefolgt vom Abu Dhabi Desert Challenge. Die Spannung im Titelkampf ist damit weiterhin groß.
Das Ergebnis der Motorradwertung:
- 1. Daniel Sanders (KTM)
- 2. Tosha Schareina (Honda) +12:09
- 3. Ricky Brabec (Honda) +18:04
- 4. Luciano Benavides (KTM) +22:38
- 5. Skyler Howes (Honda) +25:34
