Quiberon: wetterchaos zerreißt die 49erfx-flotte – titelkampf ungewiss!
Die Sonne schien zwar, doch die Bedingungen in der Bucht von Quiberon entwickelten sich heute zu einem Alptraum für viele Seglerinnen und Segler. Während die Frauen der 49erFX-Klasse zumindest starten konnten, trotz des immensen Windes und der ständigen Veränderungen, gerieten die Titelhoffnungen vieler Teams ins Wanken. Die vorhergesagte Wetterkapriole hat die Regatta endgültig in eine nervenaufreibende Lotterie verwandelt – Geduld und Risikominimierung sind nun wichtiger als je zuvor.
Spanien kämpft, aber die konkurrenz ist stark
Für die spanischen Teams war es ein Tag der Enttäuschung. Nach gestern, als die starken Winde die Wettfahrten unmöglich machten, bot sich heute zumindest die Möglichkeit, auf das Wasser zu gehen. Doch die Ergebnisse ließen zu wünschen übrig. Patricia Suárez und Melania Henke, die bis dato noch die Führung übernommen hatten, rutschten mit einer Reihe von Platzierungen zwischen 11 und 17 auf die hinteren Ränge zurück. Auch Paula Barceló und María Cantero, die Weltmeisterinnen, mussten sich mit einem schwächeren Tagesergebnis begnügen, obwohl sie kämpferisch blieben. "Es war ein Tag für die gesamte Flotte“, erklärte Cantero. "Es gab viel Wind. Wir sind ein bisschen enttäuscht, weil wir das Gefühl haben, viele Dinge gut gemacht zu haben. Aber wir haben kleine Fehler gemacht, die uns zurückgeworfen haben."
Barceló ergänzte: "Es ist noch ein weiter Weg im Turnier, und das demotiviert uns nicht, im Gegenteil: es gibt uns mehr Kraft." Ihre Worte spiegeln den unbändigen Willen der spanischen Teams wider, trotz der Widrigkeiten weiterzukämpfen. Alicia Fras und Elena Barrio konnten sich mit einem soliden Ergebnis unter den Top 25 behaupten und hielten das Team Spanien im Rennen.

Nacra 17: van der velden sieht verbesserungspotenzial
Auch im Nacra 17 lief der Tag nicht nach Plan. Joan Cardona und Nicole van der Velden kämpften sich durch ein anspruchsvolles Programm mit vier Wettfahrten, konnten aber keine konstanten Ergebnisse erzielen. "Es war einer der anspruchsvollsten Tage, die wir in Nacra hatten“, so Van der Velden. "Aber wir lernen und verbessern uns ständig in diesen schwierigen Bedingungen.“ Das Duo scheint sich jedoch weiterentwickelt zu haben, Cardona betonte: „Wir fühlen uns stark und haben Lust, in den Top 10 zu kämpfen.“

49Er: windstopp für die deutschen teams
Die 49er-Flotte hatte Pech. Aufgrund der zunehmenden Windstärke musste der Wettkampftag frühzeitig abgebrochen werden, bevor eine zweite Wettfahrt überhaupt starten konnte. Martin und Jaime Wizner konnten zwar einen achten Platz in ihrer Gruppe erzielen, müssen aber nun in den Kampf um die Plätze im Silberfleet eintreten. Auch Pol und Álex Marsans sowie Conrad Konitzer und Antonio Torrado hatten mit dem Wetter zu kämpfen – letztere mussten aufgrund einer Verletzung pausieren. Die Entscheidung, ob die Deutschen noch in den Goldfleet aufsteigen können, wird sich am morgigen Tag zeigen.
Die Bucht von Quiberon hat bewiesen, dass sie eine unberechenbare Bühne für die Weltklasse-Segler bietet. Wer hier bestehen will, braucht nicht nur Können, sondern auch eine gehörige Portion Glück und Nervenstärke. Die kommenden Tage werden zeigen, wer sich unter diesen extremen Bedingungen als würdiger Champion behaupten kann.
