Queiroz übernimmt: ghana setzt auf wm-erfahrung!
Schock in der ghanaischen Fußballszene: Nur wenige Tage nach dem enttäuschenden 1:2 gegen Deutschland steht nun auch der nächste Trainerwechsel bei den Black Stars an. Der portugiesische Erfolgscoach Carlos Queiroz (73) wird das Team bei der anstehenden Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada übernehmen.

Ein erfahrener mann für eine schwierige aufgabe
Die Entscheidung des ghanaischen Fußballverbands (GFA) fiel offenbar kurzfristig. Otto Addo, der seit März 2024 im Amt war, musste seinen Posten nach einer Serie von vier Niederlagen räumen. Queiroz, ein Name, der in der internationalen Fußballwelt Gewicht hat, soll nun die Wende einleiten und Ghana zu einem erfolgreichen Turnier führen. Seine WM-Erfahrung ist beeindruckend: 2010 führte er Portugal bis ins Achtelfinale, trainierte den Iran 2014 und 2018. Ein Umbruch war nötig, und mit Queiroz hat man einen Mann geholt, der bereits in schwierigen Situationen bewiesen hat, dass er liefern kann.
Die Black Stars stehen vor einer enormen Herausforderung. In der Gruppe mit England, Kroatien und Panama gilt Ghana als Außenseiter. Die englische Nationalmannschaft, als vermeintlicher Gruppensieger, wird ein harter Brocken. Kroatien, mit seiner erfahrenen Mannschaft, darf man keinesfalls unterschätzen. Und selbst Panama könnte für Überraschungen sorgen. Die Aufgabe für Queiroz ist klar: Die Mannschaft stabilisieren, eine taktische Formation finden und Ghana in die nächste Runde führen.
Queiroz’ Engagement bei Real Madrid (2003-2004) zeigt, dass er auch auf höchstem Vereinsniveau erfolgreich war. Doch die Nationalmannschaft ist eine andere Herausforderung. Hier müssen unterschiedliche Persönlichkeiten und Spielstile unter einen Hut gebracht werden. Die Frage ist, ob Queiroz in der kurzen Zeit bis zur WM gelingt, ein schlagkräftiges Team zu formen. Die Fans in Ghana sind gespannt, ob der erfahrene Portugiese das Ruder herumreißen kann und die Black Stars zurück in die Erfolgsspur bringt.
Die Entscheidung für Queiroz ist ein klares Signal des GFA: Man setzt auf Erfahrung und internationale Klasse. Ob diese Strategie aufgeht, wird sich ab dem 11. Juni zeigen, wenn Ghana sein erstes WM-Spiel bestreitet.
