Quan hongchan: chinas schwimm-star unter massivem online-hass – ermittlungen eingeleitet
Ein Schock geht durch die Sportwelt: Die dreifache olympische Medaillengewinnerin Quan Hongchan wird seit Monaten Ziel massiver Online-Hetze, insbesondere wegen ihres Gewichts. Die chinesische Schwimmmeldeföderation hat daraufhin Ermittlungen eingeleitet und die Polizei eingeschaltet – ein deutliches Zeichen der Entschlossenheit, die Athletin zu schützen.

Die belastung für quan hongchan wird immer deutlicher
Die 19-jährige Quan Hongchan hat in Interviews eingeräumt, dass die ständige Kritik und der öffentliche Druck sie dazu gebracht haben, ihren Rücktritt in Erwägung zu ziehen. „Jeden Tag wurde ich ‚dick‘ genannt, obwohl ich hungerte“, erklärte sie mit zitternder Stimme. Die psychische Belastung ist offensichtlich, denn sie gestand, dass selbst einfache Bewegungen sie nun ängstigen und sie Albträume von Stürzen auf die Sprungturm hat. Diese Aussagen zeigen deutlich die dunkle Seite der öffentlichen Aufmerksamkeit und wie sie junge Sportlerinnen und Sportler verletzen kann.
Ein schmutziger Trend: Online-Mobbing im Sport Die chinesischen Behörden haben in den letzten Jahren verstärkt Maßnahmen gegen Online-Belästigungen von Sportlern ergriffen, doch die Problematik scheint tief verwurzelt. Während der Olympischen Spiele in Paris wurden bereits mehrere Personen wegen diffamierender Kommentare festgenommen, und digitale Plattformen sperrten Hunderte von Konten, die zu Konflikten aufstachelten. Auch andere Sportarten sind betroffen: Im Tennis beispielsweise haben zahlreiche Spielerinnen und Spieler sich öffentlich über Bedrohungen ihrer körperlichen Unversehrtheit durch Wettende geäußert. Marina Bassols, eine junge spanische Tennisspielerin, schilderte kürzlich, dass sie Todesdrohungen erhalten habe – ein erschreckendes Beispiel für die Eskalation von Hass im Netz.
Die Schwimmmeldeföderation verurteilt entschieden jede Form von Verhalten, die die körperliche oder psychische Gesundheit von Athleten beeinträchtigt oder das Image des Nationalteams schädigt. Sie kritisiert die „verdrehte“ Fan-Kultur, die den Druck auf die Sportlerinnen und Sportler zusätzlich erhöht. Ein Trainingszentrum in Guangzhou hat bereits Anzeige bei der Polizei erstattet, und die Behörden kündigen „Null Toleranz“ gegenüber den Tätern an. Die Frage ist, ob diese Maßnahmen ausreichen, um die Athleten vor der Flut an Hass zu schützen.
