Pumas-sturm ruft guillermo martínez in mexikos wm-kader: jetzt zählt jeder treffer

Guillermo Martínez hat es geschafft. Der Stürmer der Pumas UNAM steht in Mexikos provisorischem WM-Aufgebot, das die FMF am Dienstag veröffentlichte – und liefert damit die erste echte Überraschung des Sommers. Mit fünf Toren im laufenden Clausura riss er die Aufmerksamkeit von Javier Aguirre auf sich, während etablierte Namen wie Santiago Giménez wegen Fitnessfragen wackeln.

Martínez springt in die bresche

Aguirre nominierte zwölf Liga-MX-Profi, darunter zwei Torhüter, zwei Verteidiger, fünf Mittelfeldspieler und drei Stürmer. Das Training startet am 6. Mai in Mexiko-Stadt. Die Logik hinter Martínez: Der Coach braucht einen frischen Impuls im Angriff, nachdem Giménez beim AC Milan nur Kurzeinsätze nach seiner Verletzungspause sammeln konnte. Ein Risiko, das sich auszahlen könnte – oder gewaltig nach hinten losgeht.

Die Liste der zwölf: Raúl Rangel (Guadalajara) und Carlos Acevedo (Santos Laguna) im Tor; Israel Reyes (América) sowie Jesús Gallardo (Toluca) in der Abwehr; Luis Romo, Brian Gutiérrez, Roberto Alvarado (alle Guadalajara), Erik Lira (Cruz Azul) und Gilberto Mora (Tijuana) im Mittelfeld; Alexis Vega (Toluca), Armando González (Guadalajara) und eben Guillermo Martínez (Pumas) vorne.

Acht lehrlinge dürfen mitlernen

Acht lehrlinge dürfen mitlernen

Parallel berief Aguirre acht U-23-Kräfte als „ayudantes“ – sie trainieren mit, wissen aber, dass sie nicht nach 2026 dürfen. Dabei: Óscar García (León), Luis Rey (Puebla), Eduardo Águila (San Luis), Jesús Gómez (Tijuana), Denzell García (Juárez), Iker Fimbres (Monterrey), Jairo Torres (Juárez) und Kevin Castañeda (Tijuana). Ein klares Signal: Der Verband will Talente früh an die Atmosphäre eines Weltturniers heranführen.

Der große Verlierer des Tages: Marcel Ruiz. Der Mittelfeldstratege von Toluca galt als gesetzt, doch eine Kreuzbandblessur wirft seinen Einsatz massiv infrage. Ohne ihn verliert Mexiko den Spielmacher, der das Tempo gegen tiefe Blöcke bestimmen sollte.

Finaler kader kommt aus europa

Finaler kader kommt aus europa

Bis zum 1. Juni füllt Aguirre die Lücken mit Legionären. Raúl Jiménez (Fulham), Johan Vásquez (Genoa) und Rekord-Weltmeister Guillermo Ochoa (Limassol) gelten als fix. Noch drei Tests stehen an: am 22. Mai gegen Ghana, am 30. Mai gegen Australien und am 4. Juni gegen Serbien. Dann geht’s in Gruppe A gegen Südafrika, Südkorea und Tschechien.

Mexiko träumt erneut vom Viertelfinale – und setzt dabei auf einen Stürmer, der vor drei Monaten noch nicht einmal in der Diskussion war. Wenn Martínez in den Freundschaftsspielen trifft, verwandelt sich die Überraschung schnell in eine Notwendigkeit. Die Uhr läuft. Die Tore zählen. Und die Konkurrenz schaut bereits nervös über die Schulter.