Puma wirft den vfl gummersbach in neuen look – und schickt den chef gleich mit ins management
Der VfL Gummersbach tauscht Hummel für Puma – und bekommt obendrein Arthur Hoeld, den Global-CEO des Sportkonzerns, in den Wirtschaftsrat. Kein normaler Ausrüster-Deal, sondern ein Pakt mit Anspruch: Merchandising, Akademie, Verwaltung, alles aus einer Hand. Geschäftsführer Christoph Schindler spricht schon jetzt von einem „Meilenstein“, der den Klub „sportlich und als Marke“ nach vorne katapultieren soll.
Warum puma jetzt auch den vorstandsrumms mitmischt
Hoeld übernimmt nicht nur das Logo auf der Brust, sondern sitzt künftig an der Strategie-Tischrunde. Sein Netzwerk soll Sponsoren locken, Digital-Formate pushen und dem Handball den Lifestyle-Anstrich geben, den Basketball und Fußball längst tragen. Schindler: „Arthur und ich waren von Anfang an auf einer Wellenlänge.“ Das klingt nach Projekten jenseits des Spieltags.
Die Zahl, die die Dimension offenlegt: Rund 1.500 Aktive tragen künftig Puma vom Kader bis zum Nachwuchs. Ein Komplett-Relaunch. Die Kluft, in der 2011 noch das EHF-Cup-Finale gewonnen wurde, kehrt also zurück – nur mit mehr Power im Rücken.

Der abschied von hummel verläuft professionell, aber schneller als geplant
Die dänische Marke war erst 2024 wieder an Bord, Vertrag bis 2027. Jetzt vorzeitiges Ende, ohne Streit. Schindler dankt für „vertrauensvolle und professionelle Partnerschaft“, doch der Druck, im Marken-Rennen mitzuziehen, war größer. Die Fans werden sich umgewöhnen müssen: Neue Trikots, neue Farbakzente, neue Shop-Logik.
Die Botschaft ist klar: Gummersbach will Europas alte Handball-Hochburg modernisieren. Puma liefert das Feuer und die Plattform. Ob das reicht, um die nächste Generation hinter die Kulissen zu locken, wird sich zeigen. Fest steht: Der Klub wirft sich in neues Gewand – und das nicht nur auf dem Feld.
