Psg-sieg: 890 festnahme und 178 verletzte beamte nach champions-league-triumph!

Paris brodelt: Die Feierlichkeiten über den historischen Champions-League-Sieg des Paris Saint-Germain am Samstagabend sind in einem Ausmaß eskaliert, das die französischen Behörden völlig überfordert hat. Innenminister Laurent Núñez bestätigte heute, dass 890 Personen festgenommen und 178 Polizisten verletzt wurden – eine deutliche Zunahme gegenüber dem Vorjahr, als die erste Champions-League-Trophäe ebenfalls zu schweren Unruhen führte.

Die bilanz der gewalt: mehr als nur pyrotechnik

Die Zahl der Festnahmen stieg im Vergleich zum Vorjahr um 45 Prozent. Núñez betonte in einem Interview mit France Info, dass eine massive Polizeipräsenz und konsequente Maßnahmen vorgesehen waren, um die erwarteten Ausschreitungen einzudämmen. „Wir wussten, dass diese Feierlichkeiten zu Vandalismus, Plünderungen und Angriffen auf Sicherheitskräfte führen würden. Deshalb haben wir ein umfangreiches Aufgebot bereitgestellt und von Anfang an klare Anweisungen für harte Interventionen gegeben.“

Die Polizisten und Gendarmen wurden laut dem Ministerium systematischen Aggressionen ausgesetzt, darunter der Wurf von Projektilen und der Einsatz von Mörsern. Eine tragische Konsequenz der nächtlichen Eskalation war der Tod eines 24-jährigen Motorradfahrers, der gegen Betonbarrieren prallte, die zur Absperrung des Stadtgebiets aufgestellt worden waren. Darüber hinaus wurde eine Person in lebensbedrohlicher Verfassung aus dem Fluss Seine geborgen, nachdem sie sich mutmaßlich dorthin gestürzt hatte.

Mehr als nur fußball: ursachen der gewalt

Mehr als nur fußball: ursachen der gewalt

Die Sprecherin der Regierung, Maud Bregeon, bezeichnete die Ausschreitungen als „inakzeptabel und unverständlich“ und wies auf das „mammutartige“ Sicherheitsaufgebot hin, das mit 22.000 Polizisten und Gendarmen im gesamten Land und 8.000 in Paris und Umgebung im Einsatz war. Die Pariser Staatsanwaltschaft hat inzwischen 260 Fälle eröffnet, die sich hauptsächlich auf Angriffe auf Sicherheitskräfte, Sachbeschädigung, Diebstahl und Störung der öffentlichen Ordnung beziehen. Die Ursachen für die Gewalt liegen laut Núñez über dem Bereich des Fußballs hinaus.

Die Bilder, die aus Paris sichtlich machen, wie Fans auf dem Bildschirm hämmern, als der Schiedsrichter eine strittige Entscheidung trifft, sind ein erschreckendes Beispiel für die emotionale Aufladung, die solch ein Spiel mit sich bringen kann. Aber diese Emotionen, überlagert von Alkohol und vielleicht auch tieferliegenden sozialen Problemen, führten zu einem Ausbruch von Gewalt, der die Stadt in Atem hält. Die Frage, wie die französischen Behörden in Zukunft solche Ereignisse bewältigen können, wird nun mit Nachdruck diskutiert – denn die Euphorie über den Titelgewinn darf nicht die Sicherheit der Bürger und die Arbeit der Sicherheitskräfte überschatten.