Psg blüht auf: champions-league-fieber befeuert den ligue 1-sprint!
Paris – Luis Enriques Paris Saint-Germain scheint endlich den Turbo zu zünden. Nach einer holprigen Hinrunde und zahlreichen Verletzungspech präsentiert sich das Team in der entscheidenden Phase der Saison in Glanzform. Die Worte des Trainers nach der Niederlage gegen Bayern München im November wirken nun wie eine Prophezeiung, während die Leistung im Hinspiel des Champions-League-Halbfinales gegen die gleichen Bayern – ein wahres Spektakel mit 5:4 Toren – die zunehmende Entfaltung des Teams unterstreicht.
Die champions league als katalysator
„Wenn die Endphasen der Saison kommen, blüht plötzlich jeder auf. Es ist wie der Frühling, jeder erholt sich und hat Lust zu spielen“, erklärte Luis Enrique vor dem Halbfinal-Rückspiel. Seine Worte treffen den Nagel auf den Kopf. Der Druck und die Intensität des europäischen Wettbewerbs scheinen PSG in eine neue Energie zu katapultieren.
Doch der Weg dahin war steinig. Nach dem Gewinn von Ligue 1, dem Coupe de France, dem Supercup und dem Trophée des Champions – einer Serie, die dem Team eine beeindruckende Bilanz bescherte – zahlte die hohe Belastung in Form von Verletzungen. Spieler wie Fabián Ruiz, Dembélé, Joao Neves, Achraf Hakimi und Edouard Doué fielen verletzungsbedingt aus, was die personelle Konstanz im Team erheblich beeinträchtigte. Die Stammelf aus der Vorsaison – Donnarumma, Hakimi, Marquinhos, Pacho, Nuno Mendes, Joao Neves, Vitinha, Fabián Ruiz, Doué, Dembélé und Kvaratskhelia – war kaum noch zu sehen.
Die Situation erreichte ihren Höhepunkt, als PSG seit dem Finale des Klub-Weltpokals gegen Chelsea (0:3) in 50 Spielen keine gleiche Startelf mehr aufbieten konnte. Ein erschreckender Wert, insbesondere wenn man bedenkt, dass diese 50 Spiele aus Ligue 1, Champions League, Coupe de France, Supercup und Intercontinental Cup bestanden.
„Ich erinnere mich kaum an ein Spiel, bei dem die gesamte Mannschaft zur Verfügung stand“, klagte Enrique. Diese Aussage offenbart, dass PSG, trotz aller Bemühungen, die Champions League gegenüber der heimischen Liga priorisiert hat. Eine Analyse von '91cheefv2' auf X zeigte, dass sieben potenzielle Stammspieler in dieser Saison weniger als 50 Prozent der Spielzeit in der Liga absolvierten. Ein klarer Hinweis auf die strategische Ausrichtung des Klubs.

Rotation und der blick nach vorne
Trotz der wiederholten Bemühungen, die Vielfalt des Kaders zu nutzen, scheint der Schlüssel zum Erfolg in der Champions League in der Fokussierung auf die wichtigsten Spieler zu liegen. Marquinhos, der Kapitän, hat beispielsweise erst 12 Spiele in der Liga bestritten. „Wir müssen alle Spieler wettbewerbsfähig in beiden verbleibenden Wettbewerben machen und die Spielzeit managen“, betonte Enrique.
Gegen Lorient wird Enrique erneut rotieren, ohne sich von den lediglich sechs Punkten Vorsprung vor Lens beeindrucken zu lassen. „Wir haben einen anspruchsvollen Zeitplan, aber wir lieben es. Ein negatives Ergebnis gegen Lyon ändert nichts, genauso wenig wie ein positives Ergebnis gegen Nantes. Wir ändern unsere Richtung nicht, je nachdem, ob wir gewinnen oder verlieren. Es kommt darauf an, mit dem bestmöglichen Team und in Topform anzutreten.“ Die 'Frühling'-Metapher passt auch in diesem Fall.
