Prevc stoppt party in hinzenbach – so knapp war der sieg

Hinzenbach sah schon nach einer österreichischen Erfolgsgeschichte aus, doch Nika Prevc durchbrach die Euphorie der Lokalmatadorinnen mit einem hauchdünnen Sieg. Die Slowenin demonstrierte erneut Nervenstärke und taktisches Geschick, während die deutschen Springerinnen hinter den Erwartungen zurückblieben.

Was wirklich hinter dem knappen resultat steckt

Was wirklich hinter dem knappen resultat steckt

Es war ein Wettkampf der kurzen Entscheidungen. Lisa Eder, die lange Zeit auf dem Podium schien, musste sich mit dem zweiten Platz begnügen. Nur 0,8 Punkte trennten sie von Prevc – eine Marginalie, die über Sieg und Niederlage entschied. Anna Odine Strøm vervollständigte das Podest und unterstrich die norwegische Stärke im Skispringen.

Für das deutsche Team verlief der Tag alles andere als optimal. Selina Freitag, die nach den Olympischen Spielen eine bessere Leistung erhofft hatte, landete auf dem sechsten Rang. Die fehlenden Meter zum Podium waren deutlich spürbar. „Wir müssen noch an der Konstanz arbeiten“, so eine ernüchterte Freitag nach dem Wettkampf. Die Diskrepanz zur Topform der Konkurrenz ist eklatant.

Agnes Reisch und Anna Hollandt zeigten zumindest eine Steigerung und erkämpften sich Plätze im oberen Mittelfeld. Hollandt betonte die Bedeutung der zusätzlichen Trainingseinheiten in den letzten Wochen. Doch auch ihre Leistungen reichten nicht aus, um in die Entscheidung einzegreifen.

Die Enttäuschung war Katharina Schmid anzusehen, die sich mit Platz 18 begnügen musste. Julian Seyfahrt und Emely Torazza komplettierten das deutsche Ergebnis auf den Plätzen 22 und 27. Die Medaillenhoffnungen für die kommende Saison ruhen weiterhin auf den Schultern von Freitag und auf eine kontinuierliche Leistungssteigerung des gesamten Teams.

Prevc baut mit ihrem 14. Saisonsieg ihren Vorsprung im Gesamtweltcup weiter aus. Ihre Dominanz ist beeindruckend und lässt wenig Raum für Spekulationen. Die Frage ist nicht, ob sie den Gesamtweltcup gewinnt, sondern mit welchem Vorsprung.

Der Wettkampf in Hinzenbach hat gezeigt: Im Skispringen der Frauen gibt es derzeit nur eine Athletin, die konstant auf höchstem Niveau performt. Nika Prevc ist die unangefochtene Königin des Skiflugs – und das wird sich so schnell nicht ändern.