Prevc pulverisiert kulm-rekord – raimund bleibt 30 m dahinter

Bad Mitterndorf – Domen Prevc flog 245,5 m weit und schickte sich an, die Geschichtsbücher neu zu schreiben. Philipp Raimund blieb auf 215,5 m hängen, packte aber trotz Rang 16 sein Goldlächeln aus.

Der Slowene stellte im Finale den Schanzenrekord ein, den sein Bruder Peter 2016 aufgestellt hatte – und schraubte ihn um einen Meter nach oben. Es war seine 13. Saisonzähler, der sechste in Serie. In einer Woche kann er in Lahti als erst zweiter Springer nach Matti Nykänen das „Big-Five“ komplettieren: Olympia, WM, Flug-WM, Vierschanzentournee, Gesamtweltcup.

Deutsche bleiben in der luft, nicht auf dem podest

Andreas Wellinger war bester DSV-Adler. Mit 223,0 und 219,5 m landete er auf Platz fünf – seine stärkste Leistung seit seinem Vizeweltmeister-Titel 2024 am Kulm. Raimund, drei Wochen zuvor Olympiasieger auf der Normalschanze, blieb mit 215,5 und 212,5 m erneut unter seiner Traumweite von 220,0 m. „Ich nehme den Spaß mit“, sagte er in die ARD-Kamera – und meinte die guten Gefühle mehr als die Zahlen.

Karl Geiger, nicht für Peking nominiert, zeigte als 17. mit 212,5 und 213,0 m auf, dass er noch lange nicht abgeschrieben ist. Pius Paschke und Luca Roth schieden erneut im ersten Durchgang aus, Felix Hoffmann schaffte es nicht einmal ins Bewerbsgeschehen – Quali-Spektakel am Sonntagmittag.

Der countdown läuft auf lahti

Der countdown läuft auf lahti

Schon am Freitag kann Prevc den Gesamtweltcup entscheiden. Ein weiterer Sieg, und er tritt in die Fußstapfen von Nykänen. Für die deutschen Adler heißt es: zurück an die Zeichnungsplatte. Die Flugsaison ist vorbei, die nächste Chance kommt – aber die Geschichte schreibt gerade jemand anderes.