Prevc fliegt zu rekordjagd, dsv-adler verpassen anschluss
Domen Prevc schreibt in Planica Geschichte mit 14. Saisonsieg. Die deutschen Adler bleiben weit hinter den Erwartungen zurück. Andreas Wellinger rettet mit Rang acht das Gesicht des DSV.
Prevc auf rekordkurs – bruder peters marke in gefahr
Der Slowene landet trotz spektakulärem Wackler im Auftaktduchgang 232,5 und 230,5 Meter, summiert 471,4 Punkte und baut die Dominance dieser Skiflug-Winter aus. Mit nur noch einem Springen bis zum Finale liegt er einen Hauch vor dem Rekord von Peter Prevc (15 Siege 2015/16). „Ich spüre keinen Druck, nur Adrenalin“, sagt er, nachdem er Ren Nikaido (Japan/451,3) und Daniel Tschofenig (Österreich/443,5) distanziert.
Andreas Wellinger liefert 218,5 und 215,5 Meter ab, reicht es erneut nicht ganz zur Spitzengruppe. Der Olympia-Sieger von 2018 bleibt damit zwar bester Deutscher der Saison, doch die Lücke zu Prevc beträgt fast 50 Punkte. „Die Anlagenbedingungen waren ruppig, aber das ist keine Ausrede“, gibt er offen zu.

Geiger als zwölfter – paschke und raimund verpassen top 20
Karl Geiger fliegt 208,0 und 224,5 Meter, wird Zwölfter und bleibt hinter seinen eigenen Ansprüchen. Pius Paschke (24.) und Philipp Raimund (28.) rutschen ab, Letzterer musste im Vorjahr wegen Höhenangst passen – nun fehlt die Konstanz. Stephan Embacher sorgt für den Schreckmoment des Tages: Nach 240 Metern, Weite des Tages, knallt er in die Schneemasse. Erste Befunde: nichts Gebrochen. Am Samstag geht es mit dem Teamspringen weiter, am Sonntag krönt Planica den Skiflug-König dieser Saison.
Die kleine Kristallkugel ist so gut wie sicher, der große Rekord nur noch einen Sprung entfernt. Domen Prevc jagt die Zahl 15 – und die deutschen Fans warten weiter auf ein Wunder.
