Preuß enthüllt: olympia-entscheidung fiel schon in ruhpolding

Franziska Preuß hat ihre Entscheidung für ein Karriereende nach den Olympischen Winterspielen 2026 in Mailand und Cortina bereits lange vorbereitet. Die Bronzemedaillengewinnerin von Peking 2022 verriet in einem Interview mit Chiemgau 24, dass der Abschied bereits beim Weltcup in Ruhpolding besiegelt war – ein Moment, der ihre sportliche Welt auf den Kopf stellte.

Die verlorene leidenschaft: ein schock für die biathletin

„Der Gedanke an ein Karriereende nach Olympia war schon vorher da“, erklärte Preuß offen. Doch der Auslöser für die finale Entscheidung kam unerwartet. „Beim Weltcup in Ruhpolding habe ich dann gewusst, dass es vorbei ist.“ Die 32-Jährige beschrieb, wie die „innere Passion, die ich 14 Jahre hatte, auf einen Schlag weg“ war. Eine Erfahrung, die sie zutiefst beschäftigt habe, da sich die Situation so plötzlich und drastisch verändert hatte.

Es war kein leichter Abschied, denn Preuß betonte, dass sie sich trotz ihres festen Entschlusses weiterhin voll auf Olympia konzentrieren wollte. „Auch wenn ich nach Ruhpolding wusste, dass ich aufhören werde, war Olympia natürlich noch ein großes Ziel, auf das ich hingearbeitet habe. Ich wollte mich darauf konzentrieren. Der Fokus sollte nur auf Olympia liegen.“

Ein unspektakulärer abschied – das war ihr wunsch

Ein unspektakulärer abschied – das war ihr wunsch

Preuß äußerte auch den Wunsch, ihr Karriereende „so unspektakulär wie möglich gestalten“ zu wollen. Sie ist nicht der Typ für einen großen Abschied, der wochenlang medial ausgeschlachtet wird. Stattdessen möchte sie sich von der großen Bühne zurückziehen, ohne unnötige Aufmerksamkeit zu erregen.

Die Zeit nach den Spielen ist indes vergangen wie im Flug. „Nach Olympia musste ich viele organisatorische Dinge erledigen, habe zwei Praktika gemacht und viel mit Freunden und Familie unternommen“, so Preuß. Die erfolgreichste deutsche Biathletin der vergangenen Jahre blickt optimistisch in die Zukunft und sieht „Mega viel Potenzial“ bei ihren Nachfolgerinnen. Die nächste Generation muss sich also beweisen – ein spannendes Kapitel für den deutschen Biathlonsport.