Premier league: city und arsenal im kopf-an-kopf-rennen – geschichte wiederholt sich?
Die Spannung in der Premier League ist kaum auszuhalten: Manchester City und Arsenal stehen fünf Spieltage vor Saisonende punktgleich da. Doch die Vergangenheit warnt – kann Arsenal die Nerven behalten?

Die geister der saison 2002/03
Arsenal kennt diese Situation nur zu gut. Bereits 2002/03 kämpften die Gunners bis zum Schluss um den Titel, nur um am Ende die Segel streichen zu müssen. Damals war es Manchester United, der sich den Titel wegschnappte, nachdem Arsenal in den letzten fünf Spielen nur noch acht Punkte holte. Eine verheerende Vorstellung, die den Verein bis heute verfolgt. Die Differenz von fünf Punkten wurde in jenen entscheidenden Spielen reiherum entschieden.
Die Parallelen sind erschreckend: Aktuell stehen beide Teams bei 70 Punkten nach 33 Spielen – exakt wie vor 21 Jahren. Die Erinnerung an diesen Zusammenbruch lastet schwer auf den Schultern von Trainer Mikel Arteta.
Doch es gibt auch einen Hoffnungsschimmer. Manchester City selbst hat bereits bewiesen, dass man in ähnlichen Situationen bestehen kann. In der Saison 2013/14 standen sie ebenfalls nach 33 Spieltagen punktgleich mit Liverpool da. Doch im Gegensatz zu Arsenal zeigte City eine beeindruckende Leistung in den letzten Spielen und sicherte sich mit 86 Punkten den Titel – zwei Punkte mehr als die Reds.
Die entscheidende Frage ist: Welchen Rhythmus müssen City und Arsenal in den letzten fünf Spielen halten, um die Meisterschaft zu erringen? Um den Titel zu holen, bedurfte es 2014 eines Schnitts von 2,4 Punkten pro Spiel für City. Arsenal schaffte damals lediglich 1,6 Punkte pro Spiel. Der Unterschied ist eklatant.
Was diese beiden Vorgeschichten deutlich machen, ist, dass der letztendliche Ausgang nicht von der Leistung in der Vergangenheit abhängt, sondern von der aktuellen Form. Arsenal hatte 2003 alle Trümpfe in der Hand – eine starke Mannschaft, eine gute Moral und einen soliden Rhythmus – doch sie ließ alles Südsee. City hingegen hatte keine Vorteile, schöpfte die Chancen aber aus.
Die Uhr tickt. Arsenal muss sich fragen, ob die Erinnerung an die bittere Niederlage von 2003 zu einer Last wird oder ob sie als Motivation dienen kann. Die letzten fünf Spiele werden entscheidend sein – und zeigen, ob Arteta seine Mannschaft dazu bringen kann, die Vergangenheit zu überwinden und die Meisterschaft zu ergreifen. Nur die Zeit wird es zeigen, ob das Team aus London aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt hat.
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