Prass schießt hoffenheim richtung champions league – und schweigt
Er schießt, trifft, schweigt. Dreimal hat Alexander Prass in der Rückrunde getroffen, einmal gegen Bremen, zweimal in Heidenheim – und kein einziges Mal laut gejubelt. Der 24-jährige Österreicher ist der leise Wirbelwind im Kraichgau, der den drittplatzierten Champions-League-Kandidaten TSG Hoffenheim am laufen hält.
Der „prassilianer“ trifft, aber redet nicht
„Ich hab’ jetzt nur drei Tore geschossen“, sagt er, während Kramaric und Asllani die Headlines fressen. Dabei ist sein linker Fuß seit Januar ein Gift. Bremen, 25 Meter, Direktabnahme, obere Latte – 1:0. Heidenheim, zwei Mal nach innen gezogen, zwei Mal unten links, zwei Mal Tor. Erste Doppelpack-Premiere, erste Anfragen aus München und Liverpool. Prass zuckt nur mit den Schultern.
Christian Ilzer hat ihn auf die rechte Seite verfrachtet, weil dort mehr Raum entsteht. Die Idee ist ein Volltreffer: Prass zieht diagonal, zieht ab, zieht weg. „Er impft uns den Zug“, sagt Prass über seinen Trainer, der ihn schon in Graz zum Double führte. Drei Titel in zwei Jahren, jetzt jagt das Duo die Königsklasse.

Die tsg ist sein zweiter akt – der dritte folgt in kanada
Der Nationalspieler blickt schon weiter. WM 2026, USA, Kanada, Mexiko. Österreich ist zurück, Prass ist gesetzt. „Gruppe überstehen“, lautet das Ziel, doch wer ihn trainiert, weiß: Er will mehr. Rangnick kennt ihn aus Hoffenheimer Tagen, verfolgt die Kurve nach oben.
Gegen Wolfsburg droht der nächste Schlag. Hecking ist neu, die Wölfe verletzt, die TSG heiß. Prass wird wieder rechts starten, wieder nach innen ziehen, wieder schießen. Vielleicht trifft er. Vielleicht schweigt er danach. Die Tore sprechen für ihn – und treiben Hoffenheim immer näher an die Champions League.
