Portanova droht bestätigung: 6 jahre haft im berufungsverfahren
Das Berufungsverfahren gegen Manolo Portanova, Stürmer von Reggiana, nimmt eine neue Wendung. Die Generalstaatsanwaltschaft des Florentiner Gerichts hat beantragt, das erstinstanzliche Urteil zu bestätigen: sechs Jahre Haft wegen gemeinschaftlicher Vergewaltigung. Ein Antrag, der schwer wiegt – und der den Spieler wie seinen Verein mitten in die härteste Phase der Saison trifft.
Der nächste termin: 16. april als schicksalstag
Die nächste Verhandlung ist auf den 16. April angesetzt. An diesem Tag kommen zunächst die Verteidiger zu Wort, bevor sich das Gericht zur Beratung zurückzieht. Es ist ein Termin, der weit über den Gerichtssaal hinaus Bedeutung hat – sportlich, moralisch, gesellschaftlich.
Die Ereignisse, die dem Verfahren zugrunde liegen, datieren auf die Nacht vom 20. auf den 21. Mai 2021. Seitdem ist viel Zeit vergangen, aber die juristische Aufarbeitung läuft mit unverminderter Schärfe weiter. Portanova spielte in dieser Saison weiter, trug das Trikot, lief auf den Rasen – während das Verfahren im Hintergrund seinen Gang nahm.

Was das für den fußball bedeutet
Der Fall Portanova ist kein Einzelfall im europäischen Fußball, aber er ist einer der schmerzhaftesten. Nicht wegen der Tabellensituation von Reggiana. Sondern weil er zeigt, wie tief die Schere zwischen dem öffentlichen Bild eines Profifußballers und dem, was hinter verschlossenen Türen passiert, klaffen kann.
Sollte das Berufungsgericht die sechs Jahre bestätigen, wäre das nicht nur das Ende einer Karriere. Es wäre ein Signal – dass Straflosigkeit im Fußball keine Selbstverständlichkeit ist. Der 16. April rückt näher. Die Antwort des Gerichts steht noch aus. Aber die Staatsanwaltschaft hat ihre Position klar gemacht: Es gibt hier nichts zu mildern.
