Pontevedra: sportlicher zusammenbruch nach umstrittener entscheidung!

Ein dramatischer Tag für den Pontevedra CF! Nur wenige Stunden trennten den Verein von der Euphorie über einen möglichen Aufstieg in die Segunda División von der bitteren Erkenntnis, dass er knapp am Playoff vorbeischrammt. Ein 2:2 Unentschieden gegen Avilés schien zunächst ausgereicht zu haben, doch die Entscheidung der RFEF warf einen langen Schatten über den Jubel auf dem Rasen.

Chaos im klassement: ein dreifach-unentschieden und verschwundene hoffnung

Die Schlussminute der Primera RFEF verlängerte sich zu einem Albtraum für die Fans von Pontevedra. Neben Pontevedra und Avilés landete auch Real Madrid Castilla mit 58 Punkten auf dem Konto. Ein Dreifach-Unentschieden, das die Entscheidung über den letzten Playoff-Platz in ein juristisches Minenfeld verwandelte. Die komplexen Kriterien der RFEF, die zunächst Pontevedra den Vorteil zuerkannten, wurden durch eine übergeordnete Regelung, Artikel 29 des Wettbewerbsreglements, über Bord geworfen, die Real Madrid Castilla den Vorzug gab.

Der Schiedsrichter musste in den Fall eingreifen, um die Angelegenheit zu klären, und gab dem weißen Reserveteam Recht. Die Anwendung dieses allgemeinen RFEF-Reglements, das eine höhere Rangordnung hat, führte dazu, dass Barakaldo als erster der drei ausschied, da er in direkten Duellen die wenigsten Punkte holte (3). Das finale Duell wurde somit zwischen Castilla und Pontevedra ausgetragen, die in ihrer eigenen 'Mini-Liga' sieben Punkte sammelten. Hier begann das eigentliche Chaos.

Die Regeln, die im vorangegangenen Text dargelegt wurden, sind anzuwenden, und zwar in ihrer Reihenfolge und mit Vorrangstellung. Sollte eine Regel das Unentschieden zwischen den beteiligten Vereinen lösen, so wird dieser ausgeschlossen, und die anderen Regeln werden angewendet, je nachdem, ob es sich um zwei oder mehr Vereine handelt. Das bedeutet, dass das Duell zwischen Castilla und Pontevedra über direkte Duelle entschieden werden sollte. Da die Madrilenen in Pontevedra spielten und zu Hause gewannen, waren sie die Klassifizierten.

Doch hier kommt der Knackpunkt: Die Wettbewerbsgrundsätze sehen keine Ausschließung von Barakaldo vor. Der entscheidende Kriterium lautete: „Höchster Torunterschied zwischen den Spielen der beteiligten Mannschaften“. Pontevedra hatte hier mit +2 die Nase vorn, während Castilla mit +1 zurücklag. Ein Kriterium, das scheinbar für alle klar war – bis es plötzlich nicht mehr galt.

Gleichzeitig rollte der Ball in Barakaldo, Guadalajara (wo Castilla spielte) und Pontevedra. Drei Spiele endeten mit 2:2, und plötzlich schien Pontevedra für die Playoffs qualifiziert. Die Vereine selbst verkündeten dies öffentlich. „Wir sind für die Playoffs dabei!“, hieß es in den sozialen Medien von Pontevedra, während die offizielle Webseite von Real Madrid zunächst die Nichtteilnahme des Reserveteams verkündete.

Die offizielle X-Seite der Primera RFEF bestätigte ebenfalls Pontevedras Aufstieg. Doch innerhalb von zwei Stunden kehrte die Situation um, als die Webseite der Primera RFEF Real Madrid Castilla als Fünften listete und in die Aufstiegsendrunde einordnete. Ein Wechselbad der Gefühle, das die Fans in den Wahnsinn trieb.

Ein präzedenzfall aus dem jahr 2007: die vergangenheit wiederholt sich

Ein präzedenzfall aus dem jahr 2007: die vergangenheit wiederholt sich

Die Situation erinnert an ein ähnliches Szenario im Jahr 2007 in der Segunda División B, als Real Unión, Palencia CF und Sestao River um zwei Playoff-Plätze kämpften. Hier wurde nicht der allgemeine Torunterschied, sondern eine 'Mini-Liga' mit den direkten Duellen zwischen den drei Mannschaften entscheidend. Ein Kriterium, das nun auch Real Madrid Castilla den Aufstieg sichert.

Die Präsidentin von Pontevedra, Lupe Murillo, kündigte an, dass der Verein bis zum Ende kämpfen wird. „Wir werden heute Abend einen Schriftsatz an die spanische Fußball-Föderation senden und unsere Sicht der Dinge darlegen“, sagte sie. Sie argumentiert, dass die RFEF die Interpretation der Kriterien geändert habe und dass die UEFA Pontevedra Recht gebe. Die Rechtslage ist komplex, und die Bestimmungen der RFEF sind nicht eindeutig. Während das allgemeine RFEF-Reglement Castilla zugutekommt, könnten die spezifischen Wettbewerbsgrundsätze eine Entscheidung zugunsten von Pontevedra ermöglichen.

Die Fans von Pontevedra sind verbittert, aber nicht geschlagen. Der Kampf um Gerechtigkeit geht weiter. Die Frage ist: Wird die RFEF ihre Entscheidung überdenken, oder wird Pontevedra ungerechtfertigt den Platz im Playoff verpassen?

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