Wm-einsatz: iranische nationalmannschaft nur an spieltagen im us-territorium erlaubt!

Ein Schlag gegen die sportliche Fairness und ein logistisches Alptraum-Szenario: Die iranische Fußballnationalmannschaft darf bei der anstehenden Weltmeisterschaft offenbar nur während der Spiele in den USA Fuß fassen und muss das Land unmittelbar danach wieder verlassen. Diese unfassbare Einschränkung, die von der US-Botschaft in Mexiko-Stadt kommuniziert wurde, wirft massive Fragen nach der Behandlung ausländischer Teams auf und könnte die Vorbereitung des Teams erheblich beeinträchtigen.

Die unflexiblen reisebestimmungen: ein hindernis für die vorbereitung

Die unflexiblen reisebestimmungen: ein hindernis für die vorbereitung

Laut Abolfazl Pasandideh, dem iranischen Botschafter in Mexiko, müssen die Spieler und Offizielle des Teams täglich ein- und ausreisen, sobald sie US-amerikanischen Boden betreten. „Wir können morgens einreisen und müssen noch am selben Tag wieder ausreisen“, erklärte er am Samstag. Alle drei Vorrundenspiele der iranischen Mannschaft finden in den Vereinigten Staaten statt, wobei das Team seine Unterkunft in unmittelbarer Nähe zur Grenze in Tijuana, Mexiko, aufgesucht hat. Diese räumliche Nähe dient offenbar dazu, die logistischen Herausforderungen zu minimieren, die durch die strikte Einreisebestimmung entstehen.

Ein diplomatischer Eklat Die iranische Botschaft in der Türkei reagierte mit scharfer Kritik und sprach von einer „willkürlichen und diskriminierenden Behandlung“ des iranischen Teams. Die Maßnahme sei „auf die höchste Stufe gehoben“ worden, hieß es in einem Statement. Die USA und Israel bombardieren seit Februar den Iran. Der US-Botschafter Tom Barrack lobte überschwänglich die Arbeit der US-Botschaft in Ankara – eine Reaktion, die viele Beobachter als unangemessen empfanden.

Die Spiele selbst finden in Los Angeles (gegen Neuseeland am 15. Juni und Belgien am 21. Juni) und Seattle (gegen Ägypten am 27. Juni) statt, was bedeutet, dass das Team weite Strecken zurücklegen muss, um die Spiele bestreiten zu können. Der Tross ist bereits aufgebrochen, zunächst nach Spanien, um von dort aus weiter nach Mexiko zu reisen. Ursprünglich war ein Trainingslager in Tucson, Arizona, geplant, doch dieser wurde aufgrund der aktuellen Lage kurzfristig verlegt.

Die Visaprobleme verstärken die ohnehin schon angespannte Situation. Von den 15 Mitgliedern der Delegation wurden den Angaben zufolge Visa verweigert, ohne dass weitere Details zu den betroffenen Personen bekannt wurden. Diese Ablehnungen werfen ein schlechtes Licht auf die Organisation der WM und werfen Fragen nach der Gleichbehandlung aller Teilnehmer auf. Die restliche Welt beobachtet gespannt, ob diese diplomatische Farce die Leistung der iranischen Mannschaft beeinträchtigen wird.

Die Entscheidung der US-Regierung ist nicht nur ein logistisches Problem, sondern auch ein politisches Statement, das die angespannten Beziehungen zwischen den beiden Ländern widerspiegelt. Ob die FIFA einzugreifen und die Situation zu entschärfen versucht, bleibt abzuwarten – doch eines ist klar: Diese WM wird für Iran zu einem Kampf gegen Windmühlen.