Rom-verkehr lahmgelegt: streik legt atac-busse und u-bahnen still!
Chaos in Rom! Am Freitag, den 29. Mai 2026, legt ein allgemeiner Streik den öffentlichen Nahverkehr der italienischen Hauptstadt lahm. Besonders hart trifft es die Fahrgäste der Atac, da Busse und U-Bahnen größtenteils zum Stillstand kommen werden. Marco Bruckner berichtet live aus Mailand.
Was reisende wissen müssen: streikzeiten und ausnahmen
Die Streikaktion, initiiert von der Gewerkschaft Cub und anderen Verbänden, betrifft den gesamten öffentlichen Dienstleistungssektor. Für Atac-Nutzer bedeutet das: Zwischen 8:30 und 17 Uhr sowie ab 20 Uhr bis zum Ende des Betriebstages wird es keine regulären Verbindungen geben. Nur in den Zeiträumen von Betriebsbeginn bis 8:29 Uhr und von 17 bis 19:59 Uhr wird ein Notverkehr aufrechterhalten. Planen Sie Ihre Fahrten also unbedingt ein und rechnen Sie mit erheblichen Verzögerungen oder Ausfällen.

Die gründe für den ausstand: mehr als nur gehaltsforderungen
Die Streikenden sehen weit mehr als nur finanzielle Forderungen. Im Zentrum steht die Ablehnung der aktuellen Regierungspolitik, die sie als „Kriegswirtschaft“ bezeichnen. Konkret geht es um massive Kürzungen im Gesundheitswesen, Bildungswesen und im öffentlichen Nahverkehr, die ihrer Meinung nach zu einer Verschärfung der sozialen Ungleichheit und Armut führen. Neben höheren Löhnen und Renten fordern die Streikenden auch die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns von mindestens 12 Euro pro Stunde und eine automatische Anpassung der Löhne an die steigenden Lebenshaltungskosten.
Doch die Liste der Anliegen ist lang: Die Streikenden protestieren gegen die Waffenlieferungen an Israel, die Situation in Palästina und die mangelnde soziale Gerechtigkeit. Auch repressive Maßnahmen zur Einschränkung des Streikrechts und die zunehmende Prekarisierung der Arbeitsverhältnisse im Logistiksektor werden scharf kritisiert. Die Forderung nach einer grundlegenden Reform der sozialen Sicherungssysteme und dem Abbau von Arbeitslosigkeit rundet die umfangreichen Forderungen ab.
Die Situation ist angespannt, und es bleibt abzuwarten, wie lange der Streik andauern wird. Für Reisende in Rom bedeutet dies vorübergehend eine massive Einschränkung der Mobilität. Die Atac hat angekündigt, die Fahrgäste über die aktuelle Lage auf ihrer Webseite und über soziale Medien zu informieren.
Die Zahl der Streikenden spricht Bände: Tausende von Mitarbeitern verschiedener Branchen haben sich an der Aktion beteiligt, was die Dringlichkeit ihrer Forderungen unterstreicht. Die kommenden Tage werden zeigen, ob die Regierung bereit ist, den Forderungen der Streikenden entgegenzukommen.
