Paralympics 2026: nahost-konflikt bremst athleten auf dem weg nach italien
Der Krieg im Nahen Osten macht auch vor den Paralympischen Winterspielen nicht halt. Während in Verona am Freitag die Eröffnungsfeier steigt, kämpfen einzelne Delegationen noch immer darum, überhaupt nach Italien zu gelangen. Gesperrter Luftraum, umgeleitete Flüge, verlorene Zeit – das ist die bittere Realität hinter den Kulissen dieser Spiele.
Das ipc bestätigt: anreise für manche teams ist ein problem
Das Internationale Paralympische Komitee (IPC) hat in einer aktuellen Stellungnahme eingeräumt, dass die Luftraumsperrungen im Nahen Osten die Anreise mehrerer Beteiligter beeinträchtigen. Namen nennt das Komitee nicht – noch nicht. Man wolle sich vier Tage vor der Eröffnung nicht zum Status einzelner Delegationen äußern. Aber das Schweigen selbst sagt schon einiges.
Was das IPC hingegen betont: Man arbeite intensiv gemeinsam mit dem Organisationskomitee an Lösungen. Viele Teams seien bereits in Europa, entweder in Trainingslagern oder in Vorbereitungscamps. Das ist die gute Nachricht. Die schlechte: Nicht alle.

Raketenangriffe, umwege und olympische werte unter druck
Das IPC beobachtet die Lage im Zusammenhang mit den anhaltenden Raketenangriffen im Nahen Osten genau und prüft mögliche weitere Folgen für den Wettkampfbetrieb. Es ist eine Situation, die niemand wollte und die doch eingetreten ist. Sport und Weltpolitik – sie lassen sich eben nicht sauber voneinander trennen, egal wie sehr man es versucht.
Nicht zu vergessen: Die Ukraine hat bereits angekündigt, die Eröffnungsfeier zu boykottieren – als Reaktion auf die Teilnahme russischer Athleten. Auch das wirft seinen Schatten auf eine Veranstaltung, die eigentlich Verbindendes feiern soll.
Mehr als 660 athleten, sechs sportarten, eine große bühne
Vom 6. bis 15. März werden in Mailand, Cortina und Tesero insgesamt 79 Medaillenentscheidungen in sechs Disziplinen ausgetragen. Über 660 Athletinnen und Athleten mit körperlichen Beeinträchtigungen aus rund 50 Nationen stehen am Start. Die Zahlen sind beeindruckend. Die Leistungen werden es erst recht sein.
Ich sage das als jemand, der Sport nicht als Ablenkung von der Welt begreift, sondern als Spiegel davon. Diese Spiele zeigen beides: die unglaubliche Willenskraft von Menschen, die trotz allem antreten – und die harte Wahrheit, dass selbst der paralympische Gedanke nicht immun ist gegen die Risse dieser Zeit. Die Athleten kommen trotzdem. Das allein ist schon eine Aussage.
