Linus straßer kritisiert olympia-organisation scharf – und fordert wandel
Straßers deutliche worte nach olympia
Der Skirennläufer Linus Straßer hat nach seinen kritischen Äußerungen während der Olympischen Spiele in Mailand und Cortina d’Ampezzo seine Kritik an der Organisation nun noch einmal bekräftigt. Er appelliert an die Verantwortlichen, die Verbindung zwischen Athleten und Fans wiederherzustellen. Straßer hatte nach seinem neunten Platz im Slalom von Bormio seinen Unmut über die mangelnde Nähe zu den Zuschauern geäußert.

Frust über fehlende fan-interaktion
"Ich habe es gesagt, weil ich überzeugt bin, dass wir Athleten auch mal unseren Mund aufmachen müssen", schrieb Straßer auf Instagram. Er betonte, dass Sport ein Wettkampf sei, der von der Interaktion mit den Fans lebe. Die Unterstützung der Anhänger und Familien sei für Sportler unerlässlich. "Wir brauchen ihren Zuspruch, ihr Mitfiebern, ihre Nähe", so der Münchner.

Olympische spiele für'n arsch?
Nach seinem Slalomlauf hatte Straßer seinen Frust offen zum Ausdruck gebracht. Seine Familie und Freunde waren zwar vor Ort, doch es gab keine Möglichkeit zur Interaktion mit den Zuschauern. "Wenn das der Genuss von Olympia sein soll, bin ich froh, dass das mein letztes Mal war", hatte er gesagt und die Spiele als "für'n Arsch" bezeichnet. Diese Aussage sorgte für Aufsehen.
Trennung von fans ist nicht akzeptabel
Straßer betonte, dass er die Trennung von den Fans, wie sie in Bormio erlebt wurde, nicht akzeptieren könne. "Olympische Spiele brauchen echte Nähe, echte Fans, echte Enthusiasten, die uns tragen, mit uns leiden, uns besser machen, uns verzeihen und trösten, wenn es mal nicht gut läuft", erklärte er. Die Spiele sollten inspirieren und motivieren.
Olympia als vorbild und inspiration
Für Straßer sollen Olympische Spiele Menschen dazu motivieren, wieder an sich selbst zu glauben und Kindern Vorbilder geben, an denen sie sich orientieren können. "Olympia ist ein wertvolles Gut, eine großartige, inspirierende Idee", so der 33-Jährige. Er wolle niemandem etwas schlecht machen, aber seine eigenen Erfahrungen mit der aktuellen Organisation hatten ihm nicht gefallen.
Vorbild ski-freestyle in livigno
Straßer hob hervor, dass in anderen Sportarten, wie beispielsweise beim Ski-Freestyle in Livigno, der Zugang zu den Fans gewährleistet war. "Genau so muss es sein. Deshalb habe ich mich zu Wort gemeldet, um die Organisatoren daran zu erinnern, worum es wirklich geht", erklärte er. Er sah dies als seine Pflicht, die Stimme der Athleten zu erheben.
Deutsche bewerbung für olympia – mit augenmaß
Zum Abschluss seiner Stellungnahme äußerte sich Straßer zu einer möglichen deutschen Bewerbung für Olympische und Paralympische Spiele. "Ich bin total dafür", sagte er. "Aber denkt an die Sportler, denkt an die Fans, hört ihnen zu und erschafft wieder Spiele, bei denen besondere Momente entstehen, die Verbindungen zulassen und die uns berühren." Er wünscht sich ein Sportfest voller Zauber und Wärme.
