Italienischer fußball in der krise: altobelli fordert konsequenzen!

Ein Schock für den italienischen Fußball: Nach dem erneuten Scheitern bei der WM-Qualifikation drückt Alessandro „Spillo“ Altobelli, Weltmeister von 1982, aufs Härteste. Die Enttäuschung ist riesig, und Altobelli lässt wenig Verständnis für die mangelnde Bereitschaft der Verantwortlichen zu spüren, die Konsequenzen zu tragen.

Die fans fordern antworten: wer trägt die schuld?

Die Stimmung im Land ist gedrückt. Nach dem verlorenen Elfmeterschießen gegen Bosnien und Herzegowina, das die erneute WM-Pleite besiegelte, toben die Gemüter. Altobelli spricht offen über die Erwartungen der Fans, die auf einen Rücktritt der Verantwortlichen gehofft hatten: „Die Fans sind enttäuscht, sehr enttäuscht. Und noch größer ist die Frage, wer eigentlich die Schuld trägt.“

Es ist ein offenes Geheimnis, dass die Leistungen der italienischen Nationalmannschaft in den letzten Jahren zu wünschen übrigließen. Die Tatsache, dass Verbandspräsident Gabriele Gravina, Trainer Gennaro Gattuso und sogar Delegationsleiter Gianluigi Buffon weiterhin im Amt sind, wird von vielen als unhaltbar empfunden. Altobelli betont: „Die Leute verstehen es nicht. Nach all den Jahren mit negativen Ergebnissen – wer trägt die Verantwortung? Mindestens eine Erklärung, ein Zeichen, hätten die Fans verdient.“

Die Squadra Azzurra hat bereits 2018 und 2022 die WM-Qualifikation verpasst. Das ist ein Tiefpunkt in der stolzen Fußballgeschichte Italiens. Die Frage, ob ein Trainer aus dem Ausland die notwendige Erfrischung bringen könnte, lässt Altobelli offen: „Dafür müssen zuerst die Verantwortlichen weg.“

Strukturelle probleme und ein komplett neues system

Strukturelle probleme und ein komplett neues system

Doch Altobelli sieht das Problem tiefergehend. Es geht nicht nur um einzelne Personen, sondern um das gesamte System: „Was die strukturellen Probleme des italienischen Fußballs betrifft, da gibt es große Schwierigkeiten. Man muss am gesamten System arbeiten und es komplett hinterfragen.“ Es ist ein Appell an die Verantwortlichen, einen radikalen Neubeginn zu wagen, um den italienischen Fußball wieder zu internationaler Spitze zu führen. Ein Neustart, der nicht nur mit neuen Gesichtern, sondern vor allem mit neuen Ideen und einer neuen Denkweise einhergehen muss.

Die Niederlage gegen Bosnien und Herzegowina war nicht nur ein sportliches Debakel, sondern ein Weckruf für den gesamten italienischen Fußball. Die Zeit des Abwartiens muss jetzt ein Ende haben, sonst droht der italienische Fußball, seine glorreiche Vergangenheit endgültig hinter sich zu lassen.