Figo kritisiert Infantino scharf: „Täuscherische und feige Verhaltensweise – er muss jetzt gehen“
Mailand, Italien – Der ehemalige Fußballstar Luis Figo hat scharfe Kritik an FIFA-Präsident Gianni Infantino geäußert und dessen Rücktritt gefordert. In einem Artikel für die englische Zeitung „Daily Mail“ bezeichnete Figo Infantino als „täuscherisch und feige“ und wirft ihm vor, in seinem eigenen Interesse zu handeln.
Infantinos Krisenstrategie
Infantino hat heute eine Dringlichkeitssitzung in Marokko einberufen, um seine Position mindestens bis zu den Wahlen im August 2026 zu sichern. Figo, der für Portugal 127 Länderspiele bestritt und seit 2017 als Fußballberater für die UEFA tätig ist, äußerte sich in dem Artikel äußerst kritisch über Infantinos Pläne, Weltmeisterschaftsrechte an private Unternehmen zu verkaufen.

Figos Vorwürfe im Detail
„Ich könnte 10.000 Worte über die Probleme der FIFA schreiben. Aber für die Lösung reichen drei: Infantino muss gehen“, schreibt Figo. Er kritisiert, dass Infantino seine Mitglieder nicht über die Risiken und Vorteile dieses Plans informiert habe und dass er die Wahrheit über die finanziellen Vorteile für sich selbst verschleiert habe. Figo bemängelt zudem mangelnde Transparenz bei Finanztransaktionen und warnt davor, dass der Verkauf von Weltmeisterschaftsrechten die zukünftigen Einnahmen der FIFA schmälern würde.

Weitere Kritik an Infantino
Figo ist nicht der Einzige, der Infantino kritisiert. Auch Prinz Ali, Präsident des Jordanischen Fußballverbands, prangerte Infantinos „clanquenartige“ Methoden an und warf ihm vor, die Arbeit und die Finanzierung seines Verbands zu behindern. Figo fordert eine Debatte über das Geld im Fußball, betont aber, dass dieses nicht in die Taschen von Investoren fließen oder für überhöhte Gehälter an Führungskräfte verwendet werden sollte. Stattdessen sollten die Mittel in den Ausbau von Fußballplätzen und die Ausbildung von Trainern investiert werden, um sicherzustellen, dass jedes Kind die Möglichkeit hat, sich für den Sport zu begeistern. Er schlägt vor, die 5 Milliarden US-Dollar in den FIFA-Reserven dafür zu nutzen.
