Doppel-schock bei ingolstadt: scholz und antzoulas ausgefallen – wittmann muss umbauen
Muskuläre Verletzungen zwingen den FC Ingolstadt 04 in den nächsten Wochen auf Notprogramm. Innenverteidiger Jonas Scholz und Neuzugang Georgios Antzoulas fallen kurzfristig aus, wie der Klub am Dienstag mitteilte. Der Rückschlag trifft die Schanzer auf Platz zwölf der 3. Liga in einer Phase, in der jedes Verletzungs-Aus den ohnehin engen Kader zusätzlich belastet.
Scholz zieht sich die wade, antzoulas den oberschenkel
Scholz laboriert an der Wade, Antzoulas am Oberschenkel. Genauere Diagnosen schweigen die Mediziner voreris aus – ein klassisches Fallbeispiel dafür, wie schnell sich personelle Planungen im Profifußball über den Haufen werfen können. Scholz war beim 0:0 gegen MSV Duisburg in der 62. Minute vom Feld, Antzoulas schon in der 46. Minute. Beide Ausfälle erfolgten ohne sichtbare Fremdeinwirkung, ein Warnsignal für Athletik-Chefin Sabrina Wittmann.
Bisher galt Ingolstadt als vergleichsweise glimpflich durch die Saison geschaukelt. Die Zahlen lagen auf dem Tisch: 27 Pflichtspiele absolvierte Scholz, erzielte dabei zwei Tore und sammelte eine kicker-Note von 3,26. Antzoulas kam im Winter, absolvierte alle acht Partien als Starter und glänzte mit einer Durchschnittsnote von 2,88. Jetzt fehlen zwei Leistungsträger, die gemeinsam für Stabilität und Spielaufbau stehen.

Maljojoki und fröde rücken ins zentrum
Gegen Verl (1:2) probierte Wittmann die Notlösung: Jasper Maljojoki und Lukas Fröde bildeten die Doppel-Sechs im Abwehrverbund. Die Bilanz war durchwachsen, zwei Gegentore kassierte das Team trotz Feldvorteil. Am Sonntag geht es nach Ulm, zum Tabellenvorletzten SSV Ulm 1846 – ein vermeintlicher Punktegarant, der plötzlich zur Zitterpartie wird.
Der Vorsprung auf die Abstiegsplätze beträgt momentan 13 Zähler. Klingt komfortabel, ist es aber nicht, wenn die personelle Decke so dünn wird. Der Kader ist auf diese beiden Positionen nicht breit aufgestellt, und Transferfenster öffnen sich erst im Sommer. Interne Lösungen lauten: Mehr Spielanteil für Maljojoki, eventuell auch ein Systemwechsel auf Dreierkette, um den Ballbesitz zu stabilisieren.
Die Verletztenliste verlängert sich, die Nervosität wächst. Die Fans fragen sich, ob die bisherige Fitnessphilosophie ausreicht, um die Saison ohne weiteren Rückschlag über die Bühne zu bringen. Sabrina Wittmann steht vor der ersten echten Bewährungsprobe ihrer Amtszeit – und die Antwort wird am Sonntag in Ulm fallengelassen, wo drei Punkte Pflicht sind, egal wie viele Innenverteidiger fehlen.
