Politano schwärmt von neapel: "vierter scudetto war besonders!"
Matteo Politano, Leistungsträger von SSC Neapel, hat im Rahmen eines Interviews bei Radio CRC seine tiefe Verbundenheit mit dem Verein und die besondere Bedeutung des jüngsten Scudetto-Triumphes hervorgehoben. Seine Worte lassen auf eine große Zukunft in Süditalien hoffen, während er gleichzeitig die Herausforderungen der vergangenen Saison offen anspricht.
Eine saison voller höhen und tiefen
Die Saison war lang und von vielen Herausforderungen geprägt, sowohl sportlicher als auch verletzungsbedingter Natur. Dennoch, so Politano, habe sich die zuvor investierte Arbeit in den letzten zwei Jahren in der ausgelassenen Stimmung nach dem Gewinn des Titels deutlich widerspiegelt. Die schwierigen Phasen, in denen es oft schwerfiel, elf Spieler auf den Rasen zu bringen, wurden durch den unbedingten Willen zur Höchstleistung überwunden. Die Frage, ob der vierte Scudetto der schönste war, beantwortet Politano mit einem Schmunzeln: „Es war eine ganz besondere Last, eine ständige Anspannung bis zum letzten Spieltag. Der dritte war natürlich auch etwas Besonderes, aber man kann ja nicht zwischen Mama und Papa wählen!“

Blick in die zukunft und die rolle im team
Politano betont seine Flexibilität und Bereitschaft, dem Trainer auszuhelfen. „Das moderne Fußball erfordert Taktik und Laufbereitschaft, egal welche Position man bekleidet.“ Er gesteht jedoch offen, dass er sich aufgrund seiner Vergangenheit als Flügelspieler dort am wohlsten fühlt. Der italienische Nationalspieler blickt optimistisch in die Zukunft und möchte sein Repertoire weiter ausbauen, um weiterhin auf höchstem Niveau zu spielen.

Kritik an der nachwuchsförderung und die bedeutung von freundschaft
Politano nimmt kein Blatt vor den Mund, wenn er die italienische Nachwuchsförderung kritisiert. „Wir beklagen uns über den Mangel an italienischen Talenten, aber wenn wir sie nicht selbst fördern, wird sich daran nichts ändern.“ Er lobt den jungen Vergara, der ihn durch seinen unbändigen Willen und seine Einsatzbereitschaft beeindruckt habe. „Er muss nur auf sich selbst konzentriert bleiben und sich nicht von Lob oder Kritik ablenken lassen.“ Auch die Integration von De Bruyne wurde als sehr positiv beschrieben, obwohl der Belgier eher zurückhaltend sei. Das Fehlen von De Bruyne über vier Monate hinweg sei für das Team ebenfalls eine große Herausforderung gewesen, aber man habe sich schnell an seine Klasse gewöhnt.
Die Erfahrung in der Nationalmannschaft sei schmerzhaft gewesen, besonders für die älteren Spieler. Politano drückt seine tiefe Verbundenheit zu seinem ehemaligen Trainer Gattuso aus und plädiert für eine grundlegende Reform des italienischen Fußballs, beginnend mit den Jugendabteilungen.
Die Freundschaften zu seinen Teamkollegen, insbesondere zu Spinazzola, Di Lorenzo und Juan Jesus, sind Politano sehr wichtig. „Wir sehen uns regelmäßig, auch außerhalb des Platzes.“ Das kommende Spiel gegen Udinese wird als eine körperliche Herausforderung angesehen, auf die sich die Mannschaft bestmöglich vorbereiten muss. Politano und seine Kollegen wollen den Titel vor heimischer Kulisse perfekt machen und die napoletanischen Fans zum Jubeln bringen. Seine Lieblingspizza? Margherita, versteht sich!
