Pokalfinale: wolfsburg-logo-chaos droht!
Köln steht vor einem sportlichen Spektakel: Das DFB-Pokalfinale zwischen Wolfsburg und Bayern München am Donnerstag (16 Uhr, ZDF und Sky) verspricht Spannung pur. Doch bevor der Anpfiff ertönt, sorgt ein unerwarteter Stolperstein für Verwirrung in der Arena: Das Wolfsburger Wappen.

Ein rückfall in die vergangenheit – im falschen moment
Überall im Stadion prangt noch das alte, hellgrüne Wappen des VfL – obwohl der Verein erst am vergangenen Samstag offiziell zur Rückkehr des traditionellen Zinnen-Logos in dunklem Grün verkündet hat. Die Damen des Teams laufen zwar bereits mit dem neuen, alten Emblem auf der Brust, doch im Stadion selbst ist davon weit und breit nichts zu sehen. Ein kurioses Bild, das die Vorfreude auf das Finale trübt.
Der Grund für dieses Chaos ist ebenso banal wie peinlich: Die Logo-Rückkehr wurde in Wolfsburg offenbar so streng geheim gehalten, dass der DFB als Veranstalter schlichtweg nicht rechtzeitig informiert wurde. Eine Anpassung der Banden, Auswechselbänke und anderer Branding-Elemente war demnach nicht möglich. Digital ist der Verband zwar handlungsfähig und hat das neue Logo bereits integriert, doch im Stadion hängen weiterhin die alten Zeichen.
Das Problem geht jedoch weit über das Pokalfinale hinaus. Auf Trainingskleidung ist weiterhin das abgeschaffte Logo zu sehen. Die Trikots wurden zwar kurzfristig umgestellt – allerdings nur für den Rest der Saison. Für die kommende Spielzeit sind die Shirts bereits produziert worden – und tragen noch das alte Wappen. Auch an Stadion, Geschäftsstelle und Funktionsgebäuden werden die Logos nur schrittweise ausgetauscht.
Die Kosten für den kompletten Wappen-Tausch sollen laut BILD-Informationen zwischen zwei und drei Millionen Euro liegen. Wegen Sparvorgaben von Eigner Volkswagen kann der Klub die Summe nicht auf einmal investieren. Stattdessen wird das neue Logo nur bei ohnehin geplanten Neuanschaffungen angebracht. Das bedeutet: Wolfsburg könnte im Erfolgsfall unter zwei unterschiedlichen Wappen jubeln – ein Szenario, das die Verwirrung noch weiter befeuert.
Trainer Stephan Lerch (41) steht vor der Aufgabe, seine Mannschaft trotz des Wappen-Wirrwarrs auf den Sieg vorzubereiten. Ob die Spieler die Verwirrung spüren? Das bleibt abzuwarten. Fest steht: Der DFB hat eine Lehrstunde erhalten – und Wolfsburg muss sich beeilen, um das Chaos zu beheben, bevor es endgültig aus dem Ruder läuft.
