Pokal-finale: stuttgarts titelhunger – bayern vor zitterpartie?

Berlin bebt! Der VfB Stuttgart, frischgebackener Champions-League-Qualifikant, reist mit dem unbändigen Willen zum Pokalsieg ins Olympiastadion. Nach dem überraschenden Triumph gegen Bielefeld im Vorjahr hat der VfB den Titelhunger gespürt – und nun will man die Krone im deutschen Fußball erneut ergreifen. Doch der Gegner ist alles andere als ein Selbstläufer: Der FC Bayern München, Rekordpokalsieger, ist zurück auf der großen Bühne.

Hoeneß mahnt zur höchstleistung

Hoeneß mahnt zur höchstleistung

„Favorit sind die Bayern, das waren wir letztes Jahr“, betonte VfB-Trainer Sebastian Hoeneß auf der Pressekonferenz. „Aber wir sind der VfB Stuttgart. Wir müssen uns vor niemandem verstecken.“ Der Schlüssel zum Erfolg liegt laut Hoeneß in einer „außergewöhnlichen Leistung“. Nur so könne man den Rekordmeister ernsthaft gefährden. Die Spieler selbst spüren die Euphorie. Kapitän Atakan Karazor betonte: „Wir sind gleich euphorisch, gleich motiviert und kämpferisch nach Berlin zurückgekehrt.“

Ein besonderes Augenmerk gilt der Personalsituation. Während der VfB ohne Ausfälle antreten kann, muss der FC Bayern auf seinen Stammkeeper Manuel Neuer verzichten, der sich kurz vor dem Finale eine Muskelverhärtung zugezogen hat. Jonas Urbig wird in die Bresche springen – eine Chance für den jungen Keeper, sich zu beweisen. Ob dies dem VfB einen entscheidenden Vorteil verschafft, bleibt abzuwarten. Die Statistiken sprechen klar für die Bayern: Von zehn Duellen im DFB-Pokal konnten die Münchner neun für sich entscheiden. Aber die Vergangenheit ist vergangen.

Doch es ist nicht nur die Taktik, die zählt. Es ist die mentale Stärke, die den Unterschied ausmacht. Hoeneß betonte, dass seine Mannschaft aus dem Gefühl heraus agieren müsse, „sehr viel gewinnen zu können“. Die Erinnerungen an den Triumph des vergangenen Jahres sollen den VfB beflügeln. „Wenn man durchs Stadion läuft, erinnert man sich immer wieder an kleine Momente“, sagte Karazor. „Das sind einfach Mutmacher.“

Schiedsrichter Sven Jablonski wird das Finale um 20 Uhr anpfeifen. Die Spannung ist greifbar. Das Duell zwischen dem Titelverteidiger und dem Rekordmeister verspricht ein Feuerwerk zu werden. Die Fans dürfen ein packendes Spiel erwarten. Denn der VfB hat allen Grund, mit einer breiten Brust ins Spiel zu gehen – und Bayern wird sich warm anziehen müssen.