Pokalfinale: kompany setzt auf urbig, hoeneß überrascht mit karazor auf der bank!
München – Ein überraschender Weckruf vor dem DFB-Pokalfinale: Während Bayern München unter Vincent Kompany personell auf der Hut ist, hat Trainer Hoeneß des VfB Stuttgart mit seiner Aufstellung für das Endspiel gegen den Rekordpokalsieger einige Fragen aufgeworfen. Die Ausgangslage vor dem Duell um den Titel ist also alles andere als klar.
Neuer-ausfall zwingt kompany zu anpassungen
Die Personalsituation bei den Bayern ist angespannt. Neben den bereits länger verletzten Spielern Neuer, Davies und Gnabry muss Kompany auch im Finale auf diese Leistungsträger verzichten. Jonas Urbig wird erneut das Tor hüten, eine Entscheidung, die angesichts der Qualität des jungen Keepers aber wenig überrascht. Die Abwehrkette mit Stanisic, Upamecano, Tah und Laimer verspricht Stabilität, während im Mittelfeld Kimmich und Pavlovic das Spiel diktieren sollen. Vorne agiert das bewährte Quartett Olise, Musiala, Díaz und der stets gefährliche Harry Kane.

Karazor auf der bank – hoeneß' taktischer schachzug?
Doch der eigentliche Überraschungsmoment liegt beim VfB Stuttgart. Trainer Hoeneß hat entschieden, Kapitän Atakan Karazor vor dem Anpfiff zunächst nur auf der Bank zu platzieren. Ein riskantes Unterfangen, das die Stuttgarter Fans vor dem Spiel staunen ließ. Stattdessen beginnt Chema Andrés neben Angelo Stiller in der Doppel-Sechs. Die defensive Dreierkette aus Hendriks, Chabot und Jaquez soll für Stabilität sorgen, während Mittelstädt und Leweling die Flügel besetzen. Im Angriff sollen Undav, Demirovic und Führich für die Tore sorgen.
Die Entscheidung von Hoeneß wirft Fragen auf: Ist es eine taktische Maßnahme, um den Gegner zu überraschen, oder steckt mehr dahinter? Fakt ist, dass Karazors Erfahrung im Mittelfeld fehlen wird, während Andrés die Chance erhält, sich zu beweisen. Die Aufstellung des VfB deutet auf eine eher defensive Ausrichtung hin, die darauf abzielt, das Spiel kontrolliert anzugehen und auf Konter zu setzen.
Die Bayern hingegen wollen ihr Spiel durchsetzen und die Stuttgarter Abwehr früh unter Druck setzen. Kompany betonte vor dem Spiel, dass das Pokalfinale das „Einzige ist, was zählt“ – ein klares Signal an seine Mannschaft. Ob diese Strategie aufgeht, wird sich am Sonntag zeigen.
Die Chancen stehen laut Expertenüberschlag bei 60:40 für die Bayern, doch im Pokal ist alles möglich. Die Spannung ist kaum zu überbieten, und das Finale verspricht ein packendes Duell zweier starker Mannschaften.
