Pokal-final4: lemgo überrascht – kehrmann jagt titel!
Köln steht im Zeichen
des DHB-Pokals! Während SC Magdeburg und die Füchse Berlin als Top-Favoriten gelten, schlummert im TBV Lemgo Lippe ein gefährlicher Pokelfuchs, der das Turnier vor einer Überraschung bewahren könnte. Trainer Florian Kehrmann, ein Mann mit Weltmeistertitel im Gepäck, könnte mit seiner Mannschaft für Furore sorgen.Die kehrmann-bilanz: ein pokalspezialist
Für den 48-jährigen Kehrmann ist es bereits der dritte Final4-Auftritt in den letzten sechs Jahren. Seine Erfolgsbilanz ist beachtlich: Bereits 2020, wenn auch aufgrund der pandemiebedingten Verschiebung, konnte er den Pokal mit dem TBV in die Höhe stemmen. Als Spieler feierte er 2002 seinen ersten DHB-Pokalsieg – ein Beweis für seine Affinität zu diesem Wettbewerb. „Jedes Jahr träumen wir davon, dabei zu sein“, so Kehrmann, dessen Worte die Leidenschaft und den Enthusiasmus des Teams widerspiegeln.
Die Euphorie in der Region Lemgo ist greifbar. Nach dem Einzug ins Lidl Final4 in Dresden gegen Leipzig war eine kurze Ruhephase, doch in den letzten Wochen ist die Begeisterung wieder in vollem Gange. „Man merkt dieses Kribbeln nicht nur bei den Jungs, sondern in der ganzen Region. Alle freuen sich, am Wochenende nach Köln zu reisen.“

Duell mit den füchsen: ein spiel auf augenhöhe
Das erste Halbfinale gegen die Füchse Berlin (ab 15:45 Uhr, live bei Dyn und in der ARD) verspricht ein spannender Kräftemessen zu werden. Kehrmann zeigt sich zuversichtlich: „Wir gehen mit viel Freude, Stolz aber auch einer gewissen Portion Selbstvertrauen in dieses Halbfinale, weil wir wissen, dass es gegen die Füchse Berlin ein Spiel auf Augenhöhe wird.“ Die jüngste Bundesliga-Niederlage gegen Berlin (33:34) schmälert das Selbstvertrauen nicht, im Gegenteil: Das Hinspiel konnte der TBV bereits mit demselben Ergebnis für sich entscheiden – ein Zeichen dafür, dass ein Sieg möglich ist.
Die Strategie ist klar: „Gegen die Füchse geht es darum, ihr Tempospiel zu verteidigen, ihre stärkste Waffe zu nehmen. Wir müssen die Räume gut schließen und vorne gute Lösungen zu finden, um zu Torabschlüssen zu kommen.“ Kehrmann betont: „Wir werden dieses Spiel genießen, gehen mit vollem Willen, voller Leidenschaft ran und freuen uns riesig, bei der Elite des deutschen Handballs dabei zu sein.“
Die Fans sind dabei! Über 1.300 Anhänger der Lemgoer werden die Mannschaft in der Lanxess Arena unterstützen. Der Fanclub „Lemgoer Hexen“ hat einen Fanmarsch vom Kölner Dom zur Arena organisiert, um die Stimmung anzuheizen. Für alle, die kein Ticket ergattern konnten, wird ein Public Viewing in der heimischen Phoenix Contact-Arena übertragen. Die Chancen auf eine Lemgoer Sensation sind real – die Pokalgeschichte will geschrieben werden.
