Pokal-drama in stuttgart: freiburg verpasst finale trotz überlegenheit!

Ein Phantomtor und ein Last-Minute-Treffer – der SC Freiburg steht vor dem Aus im DFB-Pokal-Halbfinale gegen den VfB Stuttgart. Eine bittere Heimniederlage, die trotz einer klaren Chancenmehrheit und großteils überlegenden Spielweise der Breisgauer kaum zu verkraften ist. Julian Schuster muss nun die Köpfe frei bekommen, bevor es nächste Woche gegen Braga um den Europa League-Einzug geht.

Die umstrittene szene entscheidet die partie

Die Partie im Mercedes-Benz-Stadion war ein Pokalabend voller Emotionen und umstrittener Entscheidungen. Freiburg dominierte vor allem in der zweiten Halbzeit und spielte den VfB an die Wand. Chancen plus: 13 zu 5 – die Fakten sprachen eindeutig für die Elf von Julian Schuster. Doch wie so oft im Fußball entschied eine einzelne Szene die Begegnung. Kurz vor Abpfiff der Verlängerung scheiterte Lucas Höler an Torwart Alexander Nübel, und Schiedsrichter Tobias Welz pfiff fälschlicherweise einen Foulpenalty zugunsten der Gastgeber. Ein Fehler, der VAR nicht korrigieren konnte, und der den Freiburgern die Chance auf den möglichen Sieg raubte.

Florian Müller, der im Pokal immer wieder seinen Einsatz bekommt, hatte zudem Pech. Sein früher Ausrutscher bei Deniz Undavs Schuss ins lange Eck ließ keine Chance für eine Parade. „Ich rutsche leider weg, kriege dadurch keinen Druck mehr und falle quasi einfach um“, erklärte Müller nach dem Spiel bedauernd.

Schuster fordert stärke – blick nach europa

Schuster fordert stärke – blick nach europa

Trainer Julian Schuster zeigte sich sichtlich frustriert, forderte aber auch seine Mannschaft auf, die Köpfe nicht hängen zu lassen. „Das ist natürlich sehr, sehr ärgerlich, wenn du in der Verlängerung in Führung gehst, dann kann das einen großen Einfluss auf ein mögliches Ende haben“, so Schuster. „Diese Dinge wurden uns in der einen oder anderen Situation verwehrt oder wir haben sie auch selbst nicht genutzt, wie beim möglichen 2:0.“

Trotz des herben Rückschlags richtet Schuster nun den Blick auf die Europa League und den anstehenden Kampf um die Qualifikation für den Europapokal in der Bundesliga. „Was uns weiterhilft, ist die Leistung, die gezeigt wurde. Die kann man der Mannschaft hoch anrechnen und wird uns auch für unseren weiteren Weg und die kommenden Aufgaben helfen.“

Die Niederlage in Stuttgart mag schmerzhaft sein, doch sie darf nicht die positiven Leistungen der letzten Wochen überschatten. Der SC Freiburg hat gezeigt, dass er zu den stärksten Mannschaften in Deutschland gehört und wird auch in Zukunft für Furore sorgen – auch wenn der Traum vom Pokalfinale geplatzt ist. Die unfaire Entscheidung wird lange nachhallen.