Pogacar dominiert flandern: drei titel in vier jahren!
Audenarde/Hamburg – Tadej Pogacar hat bei der 110. Flandern-Rundfahrt erneut bewiesen, dass er derzeit der unumstrittene König des Frühjahrsklassikers ist. Mit einer beeindruckenden Solofahrt sicherte sich der slowenische Weltmeister seinen dritten Sieg in diesem prestigeträchtigen Rennen und festigte seinen Ruf als einer der größten Radsportler unserer Zeit. Die Fans feierten ausgelassen, die Stimmung erinnerte an ein Volksfest, und Pogacar stand im Zentrum eines sportlichen Spektakels, das die Radsportwelt in Atem hielt.

Die machtdemonstration des weltmeisters
Schon vor dem Rennen wusste man: Wenn jemand Pogacar schlagen kann, dann nur Mathieu van der Poel. Doch der Niederländer musste sich erneut dem überragenden Slowenen beugen. Pogacar fuhr in einer Klasse für sich, demonstrierte seine unglaubliche Stärke auf den Kopfsteinpflastersektoren und den steilen Anstiegen, die die Flandern-Rundfahrt so berüchtigt machen. „Das war ein verrücktes Rennen“, kommentierte Pogacar nach dem Rennen, sichtlich erschöpft, aber glücklich. „Es war superhart, aber es ist gut für mich ausgegangen.“
Die 278 Kilometer lange Strecke forderten alles von den Fahrern. Sechs Kopfsteinpflastersektoren und 16 Anstiege sorgten für eine gnadenlose Tortur, aus der Pogacar als strahlender Sieger hervorging. Er verwies Van der Poel deutlich auf den zweiten Platz, während Remco Evenepoel, der neue Star des Deutschen Teams Red Bull-Bora-hansgrohe, als Dritter ein starkes Debüt in seiner Heimat feierte.
Der entscheidende Moment kam 17 Kilometer vor dem Ziel am Oude Kwaremont. Pogacar attackierte und schüttelte damit auch seinen größten Rivalen, Van der Poel, ab. Es war ein Wendepunkt, der das Rennen endgültig besiegelte. Pogacar rollte als Sieger ins Ziel und zog mit dem Niederländer hinsichtlich der Siege bei der Flandern-Rundfahrt gleich – eine Leistung, die seinesgleichen sucht.
Die Fans entlang der Strecke sorgten für eine einzigartige Atmosphäre. Tausende trugen Schals, winkten und feuerten die Fahrer an. Ein Spektakel, das dem Radsport in seiner ganzen Vielfalt und Leidenschaft gerecht wurde. Die Neutralisierung des Rennens durch eine kurzzeitig geschlossene Bahnschranke sorgte für kurzzeitige Unruhe, doch das Rennen fand schnell wieder seinen Rhythmus.
Pogacar geht nun mit großem Selbstvertrauen in seine nächste große Mission: das legendäre Paris-Roubaix. Nach seinem Sieg bei Mailand-Sanremo im März will er auch dort triumphieren und seine Sammlung bei den fünf wichtigsten Rad-Klassikern vervollständigen. Die Flandern-Rundfahrt war nur der nächste Schritt auf seinem Weg zur Radsport-Geschichte.
