Podolski schimpft: nagelsmann-entscheidung für el mala bärendurch!
Ein Aufschrei aus dem Kölner Lager: Lukas Podolski, die verehrte Ikone des 1. FC Köln, hat seine Unzufriedenheit über die Nicht-Berücksichtigung des jungen Said El Mala für die Fußball-Weltmeisterschaft deutlich zum Ausdruck gebracht. Die Entscheidung des Bundestrainers Julian Nagelsmann wirft Fragen auf und sorgt für hitzige Diskussionen im deutschen Fußball.

Verpasste chance oder taktische fehlentscheidung?
Der 19-jährige Said El Mala, der eine beeindruckende Saison im Trikot des FC hingelegt hat, hätte nach der Verletzung von Lennart Karl zwingend in die DFB-Elf berufen werden müssen, so Podolski gegenüber Sport1. „Warum er außen vor blieb, ist mir schleierhaft“, äußerte sich der Weltmeister von 2014 und deutete mögliche Gründe an: „Vielleicht passt er nicht ins System, vielleicht sieht der Trainer etwas anderes, oder das Gespräch zwischen Spieler und Trainer verlief nicht optimal.“
Doch es ist vor allem die Kommunikation des Bundestrainers, die Podolski auf die Nerven geht. Die Begründung, dass Ouédraogo von RB Leipzig aufgrund seiner Fitness und Spielpraxis bevorzugt wurde, während El Mala „nur ein paar Läufe gemacht“ habe, erscheint dem Experten wenig überzeugend. „Man hätte El Mala auch eine Perspektive aufzeigen können: Bleib beim FC, halte dich fit, arbeite an dir weiter und sei bereit, wenn der Bedarf besteht“, kritisierte Podolski scharf. Die Kölner Fans teilen seinen Unmut.
Lothar Matthäus, Rekordnationalspieler, stimmt Podolski zu. Er hätte El Mala unbedingt mitgenommen, verwies auf dessen außergewöhnliche Leistungen in Köln: „Topscorer, Unruhestifter, tolle Fähigkeiten, Schnelligkeit, robust und im Abschluss verbessert. El Mala war die Lebensversicherung von Köln – und das sollte man erkennen!“, so Matthäus bei „At Broski – Die Sport-Show“. Die Argumente sprechen eindeutig für den jungen Offensivspieler.
Nagelsmanns Entscheidung, Ouédraogo demnach vorzuziehen, mag auf der aktuellen Trainingsform basieren, doch sie blendet die konstante Leistung und das Potenzial El Malas aus. Eine verpasste Chance für den Spieler, aber auch für die Nationalmannschaft, die in El Mala einen unberechenbaren Faktor und einen Dribbelkünstler verloren hat. Die WM ohne El Mala – ein herber Verlust für den deutschen Fußball.
