Pochettino knackt senegal – pulisic & co. entfachen wm-feuer in charlotte

Charlotte ist schon jetzt im Ausnahmezustand. Zehn Tage vor dem WM-Start ließ Mauricio Pochettino die Ampeln der US-Bank-Stadt auf Grün schalten: 3:2 gegen Afrika-Cup-Champion Senegal. Die Fans im Bank of America Stadium rasten aus, und das Spiel hatte gerade erst begonnen.

Sieben minuten reichen für den ersten schock

Minute 7 – Christian Pulisic sprintet auf der rechten Seite, ein scharfer Pass rast in die Mitte, und Sergiño Dest, plötzlich im Strafraum statt auf der Außenbahn, schlägt ein wie ein echter Neuner. Die US-Fans hatten ihren ersten Jubel raus, bevor viele überhaupt auf ihrem Platz saßen.

20 Minuten später der gleiche Zaubertrick: Pressing überwinden, Pepi mit Tempo, Pulisic lässt Torwart Mory Diaw alt aussehen. 2:0, alles wie am Schnürchen.

Mané, der letzte akteur des alten senegal

Mané, der letzte akteur des alten senegal

Ohne Édouard Mendy, Kalidou Koulibaly oder Pape Gueye wirkte Senegal wie eine Mannschaft, die ihre Visitenkarte vergessen hat. Doch kurz vor der Pause zeichnete Sadio Mané den einzigen Moment echtes afrikanisches Temperament: perfekter Steilpass auf Habid Diarra, Abschluss, 1:2. Das Spiel war wieder offen.

Pochettino rotiert – und riskiert fast alles

Pochettino rotiert – und riskiert fast alles

Zur Pause nahm der Argentinier zehn neue Gesichter aufs Feld. Nur Sebastian Berhalter, Sohn des Ex-Bundestrainers Gregg, blieb drin. Oben kam Folarin Balogun für Pepi – und schien in Sekundenschnelle zu treffen. Sein Schlenzer landete im Winkel, doch die Fahne ging hoch, Abseits. Statt 3:1 stand es weiter 2:1.

Das bestrafte Mané eiskalt. Chris Brady, frisch eingewechselt, rückte zu weit aus, Mané legte quer, 2:2. Die US-Bank pochte.

Baloguns rache und die kalte dusche für senegal

Doch Balogun ließ sich nicht beirren. Nach einer Stunde schlüpfte er zwischen zwei Verteidigern hindurch, nahm einen langen Ball mit, zog ab – 3:2. Die Abwehr Senegals stand wie versteinert. Die Arena explodierte. Charlotte hat den Modus „Weltmeister“ aktiviert, und Pochettino hat seine erste Fußspur hinterlassen.