Pithie gewinnt tour de wallonie-etappe nach chaotischem massensturz!
Ein dramatischer Sturz kurz vor dem Ziel hat die dritte Etappe der Tour de Wallonie überschattet, doch Laurence Pithie aus Neuseeland behauptete sich im anschließenden Sprint und sicherte sich den Sieg. Kim Heiduk übernimmt die Gesamtführung, nachdem er als Zweiter wertvolle Bonussekunden einfahren konnte. Der Tag bot eine Achterbahnfahrt der Emotionen und ein überraschendes Ergebnis.
Positionsgefechte und ein unerwartetes chaos
Die Etappe führte die Fahrer rund 177 Kilometer von Habay nach Vaux-sur-Sûre. Das Rennen verlief bis kurz vor Schluss relativ unspektakulär, mit einer Ausreißergruppe, die aber vom Hauptfeld eingeholt wurde. Im finalen Sprint kam es dann zu einem Massensturz, der zahlreiche Sprinter aufhältete, darunter auch der ehemalige Führender Ben Oliver. Arne Marit von Red Bull-Bora-hansgrohe war in den Sturz verwickelt, konnte aber glücklicherweise unverletzt davonkommen.
„Es ist direkt vor mir passiert. Danny und ich waren kurz davor, mitgerissen zu werden. Wir haben es gerade noch geschafft, nach links auszuweichen“, erklärte Pithie im Siegerinterview, sichtlich erleichtert, dem Sturz entkommen zu sein. Die Red-Bull-Teamkollegen Danny van Poppel und Adrien Boichis trugen ebenfalls dazu bei, dass Pithie in der Lage war, sich im Sprint durchzusetzen.

Heiduk übernimmt die führung – ein unerwarteter vorteil
Kim Heiduk profitierte von dem Chaos und der Tatsache, dass er als Zweiter wertvolle Bonussekunden sammeln konnte. Damit übernahm der deutsche Fahrer die Gesamtführung der Tour de Wallonie. „Ich bin sehr glücklich, jetzt im Leadertrikot zu stecken“, sagte Heiduk im Flashinterview. „Aber es kommt auch überraschend. Wir wollten heute eigentlich die Etappe gewinnen, aber eigentlich für Sam (Welsford) fahren. Er wurde dann durch den Sturz aufgehalten.“
Die Situation hat sich zugunsten von Heiduk gewendet, der nun eine gute Ausgangsposition für die kommenden Etappen hat. „Wir sind hier, um mit Axel Laurance oder mir auf den Gesamtsieg zu fahren. Wir haben zwei gute Karten, die wir damit spielen können.“ Der Sturz, der so viele Top-Sprinter in Mitleidenschaft zog, hat also nicht nur den Etappensieg verändert, sondern auch die gesamte Wertung der Rundfahrt beeinflusst. Die Konkurrenz ist gewarnt: Heiduk und sein Team sind bereit, den Kampf um den Gesamtsieg anzunehmen.
