Pisa vor dem absturz – cagliari kann den sargnagel versenken
15 Punkte, 20 Tore, vier Heimtreffer: Der Pisa Calcio ist nicht Tabellenletzter, er ist ein Abstiegskandidat in Reinform. Am Sonntag um 15 Uhr empfängt die Arena Garibaldi-Romeo Anconetani den Cagliari Calcio – für die Toskana ist es die letzte Rampe, um noch einmal Luft zu holen, für die Sardinen ein Schritt Richtung Mittelfeldtranquillität.
Heimfluch trifft auswärtsschwäche
Die Zahlen sind gnadenlos: Pisa holte in 14 Heimspielen nur sieben Zähler, Cagliari kam in den letzten fünf Spieltags auf magere zwei Punkte. Beide Teams haben den Bogen nicht raus, aber nur einer kann am Sonntag den Knoten durchschneiden. Die Buchmacher sehen die Gäste trotzdem leicht vorn: Doppelte Chance X2 steht bei 1,48 bis 1,50 – ein klares Indiz dafür, dass Cagliari selbst ein Remis als Erfolg werten würde.
Interessant: Cagliari blieb in drei Serie-A-Auftritten in Pisa ungeschlagen. Für die Nerazzurri ist das ein mentaler Rettungsanker, für die Hausherren eine weitere Demütigung, wenn sie diese Mini-Serie nicht beenden.

Tore? vielleicht erst nach der pause
Trainer Luca D’Angelo probiert alles, doch seine Stürmer treffen nur im Training. Kein einziger Pisa-Torschütze steht in den Top-40 der Liga. Die Konsequenz: „No Goal“-Wette bei 1,70, ein klares Under-Signal. Wer dennoch auf den Befreiungsschlag setzt, findet den Halbzeit-Unentschieden-Wert um 2,00 – genau die Quote, die an der Bar von Pisa für einen Espresso fällig wird, wenn man über die 45-minütige Enge sinniert.
Michael Folorunsho, Mittelfeldanker mit Torriecher, wurde in Cagliari zuletzt als einziger Lichtblick gehandelt. Seine Dribblings gegen den Abstiegsdruck könnten den Unterschied machen – sofern sein Team sich traut, mehr als zwei Päcke nach vorne zu spielen.
Die Arena wird kochen, aber die Temperatur auf den Rängen rettet keinen vor der kalten Serie-B-Dusche. Für Pisa heißt es: gewinnen oder winken. Für Cagliari: nicht verlieren und die Saison endgültig entzünden. Wer am Sonntag nicht vor dem Fernseher sitzt, verpasst vielleicht den Moment, in dem ein Klub endlich aufwacht – oder der andere endgültig einschläft.
