Pinheiro-debatte eskaliert: freund kritisiert uefa-entscheidung
München – Die Kontroverse um Schiedsrichter Joao Pinheiro und seine Leistungen im Halbfinal-Rückspiel der Champions League gegen Paris Saint-Germain weitet sich am Freitag weiter aus. Bayern Münchens Sportdirektor Christoph Freund hat sich nun deutlich zur Diskussion geäußert und indirekt Kritik an der UEFA geübt.

Der fc bayern sucht nach antworten nach dem champions-league-aus
Nach dem schmerzlichen Ausscheidenaus der Champions League steht der FC Bayern vor der Aufgabe, die Ereignisse zu analysieren und daraus zu lernen. Freund betonte auf der Pressekonferenz vor dem Bundesliga-Spiel gegen den VfL Wolfsburg, dass es „viele Entscheidungen gab, die diskutiert wurden und nicht zu unseren Gunsten ausgefallen sind.“ Er fügte hinzu, dass dies „schon auffällig“ gewesen sei, müsse aber akzeptiert werden. Der Sportdirektor scheint jedoch der Meinung zu sein, dass die Situation vermeidbar gewesen wäre.
„Es ist einfach schade – und das kann man jetzt nach dem Spiel sehen – wie viel über den Schiedsrichter diskutiert wird. Die Berichte sind sehr groß und es wird viel über ihn diskutiert. Es ist immer am schönsten, wenn man nach dem Spiel über den Fußball spricht und nicht viele Entscheidungen diskutieren müsste.“ Freunds Worte deuten auf eine gewisse Frustration über die mediale Aufmerksamkeit hin, die der Unparteiische genießt.
Ein konkreter Austausch mit der UEFA bezüglich der Ansetzung von Schiedsrichtern sei aktuell nicht geplant. Freund betonte, dass das Ziel für alle Beteiligten sein sollte, dass nach solchen Spielen nicht der Schiedsrichter im Mittelpunkt stehe. Vielmehr solle der Fokus auf das Spiel selbst gelegt werden. Die Nichtvergabe einer Gelb-Roten Karte für Nuno Mendes und ein umstrittenes Handspiel von Joao Neves im Strafraum waren einige der strittigen Momente, die den FC Bayern zusätzlich verärgerten.
Die Kritik des Bayern-CEOs Jan-Christian Dreesen nach dem Spiel, der die UEFA für die Auswahl von Pinheiro verantwortlich machte, scheint Freunds allgemeiner Linie zu entsprechen, ohne jedoch offen auf Konfrontation zu setzen. Stattdessen plädiert er für eine konstruktive Auseinandersetzung mit dem Thema, die jedoch nicht dazu führen darf, dass der Schiedsrichter das Spielgeschehen überschattet. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob die UEFA auf die Bedenken des FC Bayern eingeht und Maßnahmen ergreift, um ähnliche Situationen in Zukunft zu vermeiden.
