Piastri schlägt zurück: suzuka-coup lässt mercedes erzittern
Oscar Piastri jagt die Geister seiner Saisonpleiten davon. Mit 1:30,133 Minuten donnerte der McLaren-Pilot in Suzuka die schnellste Trainingsrunde des Jahres hin und stellte Mercedes kalt: Kimi Antonelli verpasste die Spitze um 0,092 Sekunden, WM-Primus George Russell um 0,205.
Die stunde des rächers
Ein Wochenende nach dem Desaster von Melbourne, wo er vor dem Start schon in der Wand parkte, zeigte Piastri, warum McLaren ihn langfristig bindet. Die Runde war kein Glückstreffer – sie war eine Ansage an die Boxengasse, dass der Titelkampf noch längst nicht gelaufen ist. Hinter ihm lagen nicht nur Antonelli und Russell, sondern auch die eigene Garage: Lando Norris, der amtierende Champion, musste sich mit 0,516 Sekunden Rückstand begnügen.
Die Silberpfeile zuckten zusammen, aber sie zitterten nicht. Antonelli, 19, fuhr wie entfesselt und ließ Russell alt aussehen. Der Brite führt die WM an, doch in Japan ist er plötzlich der zweite Mann im eigenen Team – ein Déjà-vu, das Mercedes in der Hybridära selten erlebte.

Ferrari und red bull rudern nach
Charles Leclerc und Lewis Hamilton schlichen mit 0,713 und 0,847 Sekunden auf den Plätzen fünf und sechs durch die Schikane – für Ferrari ein Befund, der die Wintertests noch schwerer macht. Max Verstappen, sonst der Ansporn der Stunde, fand sich als Zehnter wieder, 1,376 Sekunden fehlten dem Red-Bull-Star. Die Honda-Power fehlt, die Balance stimmt nicht, und die Konkurrenz schläft nicht.
Nico Hülkenberg zeigte, dass der neue Audi-Renner mehr kann als nur Startnummern tragen: Platz sieben, 1,3 Sekunden Rückstand – das ist ein Prost für das Werksteam aus Ingolstadt, das in der Nacht noch mit neuen Flügeln experimentierte.

Alonso taucht ab – und wird vater?
Fernando Alonso saß nur für ein paar Runden im Aston Martin, landete aber auf Platz 19. Die Gerüchteküche brodelt: Der 44-Jährige habe am Donnerstag die Medienrunde wegen der Geburt seines ersten Kindes verpasst. Die Boxengasse flüstert, der Spanier werde nach der Karriere vor allem eine neue Rolle üben: Papa statt Pilot. Wenn das stimmt, war diese Session seine letzte Runde als Jungseselle auf der Rennstrecke.
Das Qualifying um 7 Uhr deutscher Zeit droht, zum Thriller zu werden. Die Temperatur steigt, die Reifen weinen, und McLaren hat endlich wieder eine Doppelschlagwaffe. Wer in Suzuka vorne startet, spielt auch in Imola und Monaco die erste Geige – und Piastri hat gerade bewiesen, dass er den Taktstock schon in der Tasche hat.
