Peugeot 9x8 blitzt neu: gti-lack und sieges-gier für 2026
Paris schreit nach Rache. Nach fünf Jahren Leidenswurstel-Wartung zieht Peugeot die 9X8 für 2026 neu ein: schwarz-weiß-rot, GTi-DNA im Hypercar-Körper, einziges Ziel – endlich wieder gewinnen.
Die farbe ist kein zufall
Weiß dominiert, schwarze Schwerter schneiden diagonal über den Carbon-Bauch, Rot setzt die Krallen. Die drei Klauen an Front- und Hecklicht? Identisch mit denen der 208 GTi, die auf der Le-Mans-Bühne 2025 debütierte. Marketing-Coup oder ehrliche Tradition – das Team um Emmanuel Esnault nennt es „visuelle Kampfansage“. Der neue Teamchef formuliert nüchtern: „Wir haben die Geschwindigkeit, wir müssen nur aufhören, uns selbst zu bremsen.“
Die Karosse bleibt technisch unangetastet. Die „Version B“ mit Heckflügel, die 2024 eingeführt wurde, kriegt keine weiteren Entwicklungs-Tokens mehr. Stattdessen fließt jeder Test-Kilometer in Setup-Feinschliff und Reifen-Daten. Los geht’s am 21. März im Prolog von Katar, eine Woche später folgt der 1.812-km-Saisonauftakt in Losail.
Fahrer-karusell: vergne raus, cassidy rein
Jean-Éric Vergne verabschiedet sich aus dem Cockpit, bleibt aber als Entwicklungs-Pilot im Hintergrund. Sein Ersatz: Nick Cassidy, Neuseelands Dauer-Champion-Ohne-Titel, der in der Formel E schon zweimal knapp scheiterte. Er übernimmt das #93-Auto neben Paul di Resta. Die zweite 9X8 (#94) fahren Altmeister Loïc Duval, Däne Malthe Jakobsen und Théo Pourchaire, der seine F1-Träume vorerst begräbt und jetzt Vollzeit in der WEC attackiert.
Peugeot spricht offen vom „ersten Sieg seit der Rückkehr“. Die Zahlen sprechen eine andere Sprache: zwei Podestplätze 2025, aber keine Pole, keine schnellste Rennrunde. Die Konkurrenz schläft nicht – Toyota, Porsche, Ferrari haben bereits 2026er-Specs in den Windkanälen. Peugeot setzt auf Psycho-Trick statt Megatonne Aero-Updates.
Die Message ist klar: Wer die GTi-Flagge hisst, muss liefern. Sonst bleibt die 9X8 ein schönes, schnelles Rätsel – und Paris wartet weiter auf seinen Triumph.
