Petrucci: fußball braucht gleiche förderbedingungen wie basketball!

Rom – Gianni Petrucci, der Chef des italienischen Basketballverbands, hat eine deutliche Ansage an den italienischen Fußball gemacht. In einem Gespräch betonte er, dass die Fußball-Elite auf staatliche Unterstützung drängt, während der Basketball seit Jahren um dieselben Vorteile kämpft. Ein Schlagabtausch, der die Frage aufwirft: Wird der Fußball endlich die Aufmerksamkeit erhalten, die er fordert, oder bleibt der Basketball im Schatten?

Petrucci: fußball und basketball teilen gleiche probleme

Petrucci, der einst selbst für die italienische Fußball-Föderation (FIGC) tätig war, zeigte sich bei den anstehenden Wahlen zum neuen Fußballpräsidenten besonders interessiert. Er argumentiert, dass die Diskussion um staatliche Hilfen für den Fußball die Notlage des Basketballs oft in den Hintergrund drängt. „Wir sind ebenfalls ein Profisport und ein Mannschaftssport. Unsere Probleme sind nicht so verschieden“, so Petrucci.

Konkret wünscht sich der Basketball-Funktionär die Rückkehr des „Decreto Crescita“ (Wachstumsdekrets), Steuervergünstigungen und die Möglichkeit, von den Wetten-Einnahmen zu profitieren. Er kritisiert zudem das „Decreto Dignità“ (Würdigkeitsdekrét), das Sponsoring durch Wettanbieter einschränkt. „Als wir den illegalen Glücksspielmarkt bekämpfen wollten, hat uns der Staat unterstützt. Nun behindern wir uns gegenseitig“, empört sich Petrucci.

Die suche nach dem richtigen präsidenten und die autonomie des sports

Die suche nach dem richtigen präsidenten und die autonomie des sports

Petrucci äußerte sich auch zur bevorstehenden Wahl des neuen FIGC-Präsidenten. Er betonte, dass der gewählte Kandidat die Zustimmung der Regierung genießen muss. „Ich würde mit allen zuständigen Ministern sprechen und fragen, welche Möglichkeiten es für diese Maßnahmen gibt. Die Wahlprogramme sind oft nur Träumereien.“, so Petrucci. Er plädiert für eine enge Zusammenarbeit zwischen Fußball und Regierung, um die Interessen beider Sportarten zu vertreten.

Die Frage der Autonomie des Sports sieht Petrucci kritisch.