Perugia holt siebten supercoppa-titel – verona hat keine chance
Trieste, 1. März – Sir Sicherheit Perugia hat sich zum siebten Mal in der Vereinsgeschichte die Supercoppa gesichert und teilt damit die Rekordzahl an Titeln in diesem Wettbewerb mit Treviso. Das 3:1 gegen Rana Verona (27:25, 22:25, 21:25, 22:25) klingt auf dem Papier enger, als es sich angefühlt hat. Perugia hat diesen Titel nicht gewonnen, weil es besser gespielt hat. Es hat ihn gewonnen, weil es genau weiß, wie man solche Partien überlebt.
Ein marathon, den perugia mit erfahrung entschied
Der erste Satz gehörte zunächst den Umbrern. Perugia nutzte frühe Fehler Veronas und baute einen komfortablen Vorsprung auf – beim Stand von 15:11 schien die Sache klar. Doch dann kam Darlan. Der brasilianische Außenangreifer der Veronesi verwandelte das Spielfeld mit seinen Aufschlägen in eine Baustelle für Perugias Annahme. Drei Asse später war der Satz wieder offen. Beim Endspurt vergab Perugia einen Satzball, Verona nutzte seinen zweiten – Keita schloss einen von Darlans Aufschlägen ab, den die Sir-Annahme nicht kontrollieren konnte.
Im zweiten Satz drehte sich das Bild. Verona führte bis zum 12:10, Darlan wieder der Motor. Aber Perugia – amtierender Champions-League- und Weltpokalsieger, drei Supercoppa-Titel in Folge – ließ sich nicht schütteln. Ein Ass von Dzavoronok beim Stand von 18:20 leitete die Wende ein, Crosato beendete den Satz mit einem Mittelangriff. Zwei Sätze weg, zwei gewonnen. Ausgeglichen, aber mit dem Momentum auf Perugias Seite.

Darlans letzter stich und perugias antwort
Der dritte Satz war technisch der interessanteste. Verona leistete sich zehn Fehler gegenüber nur fünf bei Perugia – eine Lücke, die sich irgendwann rächen musste. Als Darlan beim 18:18 wieder zuschlug und die Veronesi auf den Schlussspurt hoffen ließ, konterte Perugia sofort: erst ein Aufschlagfehler Darlans, dann ein Ass von Semeniuk. Endstand 25:21. Ruhig. Kontrolliert. Fast schon kalt.
Der vierte Satz begann nach Veronas Drehbuch. Keitas Ass trieb die Gäste auf 14:10 davon, und plötzlich sah ein Tiebreak realistisch aus. Doch Perugia hat in solchen Momenten eine Antwort, die man nicht trainieren kann – man muss sie erlebt haben. Ben Tara übernahm die Aufschlagserie und brachte die Umbrer zurück. Den Rest erledigten Keita und Darlan selbst: eine Invasion, ein Fehler, und der Titel gehörte Perugia.

Was diese sieben titel wirklich bedeuten
Lorenzetti hat mit diesem Sieg bewiesen, dass Perugia nicht nur ein Team ist, das in der Champions League glänzt. Es ist ein Team, das Titel sammelt, als wären es Gewohnheiten. 17 Trophäen in der Vereinsgeschichte – die Zahl spricht für eine Struktur, eine Mentalität und eine Kontinuität, die im italienischen Volleyball ihresgleichen sucht. Verona hat gut gespielt, Darlan war an diesem Abend außergewöhnlich. Aber gut reicht gegen Perugia meistens nicht.
