Pérez triumphiert: real madrid sichert sich die souveränität – und will haaland?
Madrid brummt! Florentino Pérez hat gestern Abend vor einer jubelnden Menge seine Wiederwahlkampagne abgeschlossen, und die Botschaft war klar: Der Präsident will die Kontrolle behalten – und deutete gleichzeitig an, dass der Traum vom Superstar-Transfer Erling Haaland vielleicht doch wahr werden könnte. Weniger als 24 Stunden vor der entscheidenden Wahl im Estadio Santiago Bernabéu lieferte Pérez eine kämpferische Rede, die seine Anhänger begeisterte und die Konkurrenz in ihren Bann zog.

Die schlacht um die seele des bernabéu
Pérez machte die Souveränität der socios, der Vereinsmitglieder, zu seinem zentralen Wahlkampfthema. Er erinnerte daran, wie er vor über zwei Jahrzehnten persönlich 147 Millionen Euro gebürgt habe, um den Verein vor dem finanziellen Ruin zu bewahren. „Ich habe mein eigenes Vermögen riskiert, um sicherzustellen, dass der Real Madrid unseren bleibt“, betonte er mit Nachdruck. Ein Seitenhieb auf die Vergangenheit unter Ramón Calderón ließ keine Zweifel: „Eine Schandtat wie damals, als nicht-Mitglieder und sogar Atlético-Ultras zum Wählen hereingelockt wurden, ist unter mir ausgeschlossen.“
Die Rivalität mit Enrique Riquelme und seiner Kandidatur wurde nicht geschönt. Pérez spielte mit der Verachtung, die er für die Versprechungen seines Gegners empfand. Die Ankündigung von Haaland im TV-Format „El Hormiguero“ wurde als „schmachvoller Bote“ und „Bülle“ abgetan, der von den Verantwortlichen des BVB vehement zurückgewiesen wurde. Die Vorstellung von Jürgen Klopp als möglichen Trainer, die von Riquelmes Team kurz vor der Rede lanciert wurde und prompt von Klopp selbst widerlegt wurde, wurde als weiteres Beispiel für „weniger Skrupel“ und „Verachtung“ dargestellt.
Die Papst-Delegation und der Blick nach vorn Eine unerwartete Wendung nahm der Abend nahm, als Pérez die Ankunft von Papst Franziskus am kommenden Montag ankündigte, der das Bernabéu besuchen wird. „Der Papst hat im Flugzeug nach Madrid gesagt, er sei Real-Madrid-Fan! Das ist eine Ehre für uns“, jubilierte Pérez, was tosenden Applaus auslöste.
Doch es geht um mehr als nur Fußball und religiöse Würdenträger. Pérez versprach, seine wirtschaftliche Führungsposition weiter auszubauen und kündigte ein Referendum unter den socios über jegliche grundlegende Satzungsänderungen an. „Wir müssen alle wirtschaftlich die Besitzer unseres Vereins sein!“, rief er den Mitgliedern zu. Die Bilanz des Vereins – 1,25 Milliarden Euro Einnahmen in dieser Saison und ein erwarteter Wert von 2 Milliarden Euro – untermauerte seine Argumentation. Der Sieg der Jugend in der Youth League wurde als Beweis für die Stärke des eigenen Nachwuchses gewertet.
Die Kritik an einigen Medienstücken ließ die Atmosphäre kurz hitzig werden. Pérez warf bestimmten Journalisten und Zeitungen „Connivance“ mit der gegnerischen Kandidatur vor und spielte auf den Fall Negreira an, um seine eigene Integrität zu unterstreichen.
Am Ende stand eine klare Botschaft: Die Machtverhältnisse im Bernabéu scheinen sich nicht zu ändern. Ob der Traum von Haaland sich tatsächlich erfüllt, bleibt abzuwarten, aber Florentino Pérez hat gestern Abend eindrucksvoll demonstriert, dass er weiterhin die Fäden in der Hand hält. Die Mitglieder des Real Madrid haben morgen die Wahl – aber der Ausgang steht schon fest.
