Pérez greift nach der macht: real-boss attackiert rivalen mit worten!
Madrid – Der Wahlkampf um den Präsidentenposten von Real Madrid eskaliert: Florentino Pérez hat in einem scharfen Interview mit La Razón seinen Herausforderer Enrique Riquelme pauschal als „Ruinier“ diffamiert und warnt vor einer Rückkehr in „dunkle Zeiten“. Nur noch wenige Tage bis zur Wahl am 7. Juni.
Der machtkampf spitzt sich zu
Pérez, der sich vehement gegen Vorwürfe verteidigt, ließ am Montag keine Zweifel daran, dass er im Rennen um die Klubführung alles auf eine Karte setzt. Ohne Riquelme namentlich zu nennen, attackierte er dessen Vorschläge als „der Ruin“ und beschuldigte ihn, mit dem Ziel nach Madrid gekommen zu sein, „Real Madrid zu holen. Nichts weiter.“ Die Wortwahl des Amtsinhabers deutet auf eine zunehmende Verzweiflung angesichts des wachsenden Gegenwindes hin.
Er bezog sich dabei auf eine vermeintliche „dunkle Zeit“ in der Vergangenheit des Klubs, um die Gefahr einer Machtübernahme durch „dieselbe Leut“ – „die Söhne, die Freunde, die Brüder“ – zu betonen. Auch die Idee, den Mitgliederkreis zu vergrößern, wurde von Pérez als Angriff auf den Wert des Vereins abgetan. Er selbst habe „mein Vermögen riskiert, um Real Madrid zu retten“ und wolle nun, dass dieses Vermögen den Mitgliedern gehöre und später an deren Kinder oder Enkel weitervererbt werde.

Transferversprechen als waffe
Besonders heftig reagierte Pérez auf die Versprechungen seines Herausforderers, bereits unterschriebene Stars und einen 50-Prozent-Rabatt auf den Mitgliedsbeitrag zu präsentieren. „Gibt es wirklich jemanden, der glaubt, dass unter mir nicht die besten Spieler der Welt bei Real spielen?“, fragte er rhetorisch und fügte hinzu, er werde keine Namen nennen, „weil mich die Geschichte absichert“. Diese Aussage lässt vermuten, dass Pérez auf eine lange Tradition von Erfolgen setzt, um seine Position zu festigen.
Die Anschuldigungen Riquelmes, Pérez habe den Verein privatisiert, wies dieser ebenfalls vehement zurück: „Sie lügen. Real Madrid wird immer seinen Mitgliedern gehören.“ Die Debatte nimmt damit eine persönliche Note an, in der es weniger um konkrete politische Inhalte geht, sondern vielmehr um den Kampf um die Seele des Klubs.

Die klub-wm als belastung
Auch sportliche Aspekte kamen im Interview zur Sprache. Pérez führte die Titellose Saison damit begründet, dass die Teilnahme an der Klub-WM eine erhebliche Belastung für die Mannschaft dargestellt habe. „Die Klub-WM hat uns umgebracht – nach drei oder vier Monaten hatten wir 28 Verletzte in der ersten Mannschaft.“ Er betonte zudem, dass es beim Trainer vor allem darum gehe, „sich mit der Kultur von Real Madrid zu identifizieren“ und die Stars richtig einzusetzen. Die 15 Europapokale und sechs Champions-League-Titel in zehn Jahren seien Beweis für den Erfolg dieses Ansatzes.
Die kommenden Tage werden zeigen, ob Pérez’ Strategie der persönlichen Attacke und der Berufung auf die Tradition erfolgreich sein wird. Eines ist jedoch klar: Der Kampf um die Führung von Real Madrid ist in vollem Gange und verspricht ein spannendes Finale.
